Ineinander verkeilte Fahrradrahmen, fehlende Räder und eingetretene Speichen - Bad Kissingens Bahnhof gleicht einem Fahrrad-Schrottplatz. "Wir hatten vom 1. Juni 2017 bis zum 1. Juni 2018 acht Straftaten rund ums Rad am Bahnhof", gibt Christian Pörtner, stellvertretender Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Bad Kissingen, Einblick in die Statistiken.

Sein Zahlenwerk setzt sich aus Vergehen wie Sachbeschädigung, Teilediebstahl und auch dem Diebstahl ganzer Räder zusammen. "Oft werden auch Fahrräder entwendet, um einige Zeit später an anderen Orten wieder aufzutauchen." Als Schwerpunkt für Kriminelle würde er den Bahnhof aber trotzdem nicht bezeichnen.


Bekanntes Problem

Nach Auskunft eines Sprechers der Deutschen Bahn, "sind die Kommunen für den ruhenden Verkehr an Bahnhöfen verantwortlich, darunter fallen sowohl parkende Pkw als auch abgestellte Fahrräder." Seit der Bahnreform im Jahr 1994 sei das so. "Die Kommunen erhalten - anders als die Deutsche Bahn - Zuschüsse für solche Bauarbeiten", erklärt der Sprecher.

"Das Thema ist in der Verwaltung schon mehrfach aufgeschlagen. Allerdings gibt es dazu noch keine konkreten Pläne, da es sich nicht um ein akutes Problem handelt", gibt Thomas Hack, zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Bad Kissingen, bekannt. Fraglich sei jedoch, ob ein Fahrradständer den Vandalismus eindämmen könne. Möglicherweise werde der Fahrradständer in das zukünftige Verkehrskonzept aufgenommen.