Es ist geschafft: Der erste Bauabschnitt der Erhardstraße ist fertig und wieder für den Verkehr freigegeben. Einschränkungen gibt es allerdings noch: So wurde auf der Straße Splitt zum Schutz der neuen Deckschicht aufgetragen, und es fehlt noch die Markierung. Aber Oberbürgermeister Kay Blankenburg zeigte sich bei der Eröffnung sehr zufrieden. "Die Maßnahme war unumgänglich: Der alte Kanal hat es nicht mehr gepackt", erläuterte er.

Die weiteren Bauabschnitte seien schon begonnen, bisher liege man gut im Zeitplan. Auch die Verkehrssituation werde sich nun wieder beruhigen. "Das, was wir verbaut haben, hält", versprach der Oberbürgermeister.

Thomas Hornung, Leiter der Tiefbaureferats, teilte mit, dass der alte Kanal unterdimensioniert gewesen sei. Hans Ulrich Hoßfeld vom Ingenieurbüro Hoßfeld & Fischer erklärte, dass die Maßnahme ein langlaufendes Projekt sei, das schon in den 80er Jahren eingeplant worden sei. "Der Schutz vor urbanen Sturzfluten im Hinblick auf den Klimawandel wurde verbessert", stellte er fest. Zwar seien solche Maßnahmen zur Erneuerung der Infrastruktur gewaltige Projekte, die aber beherzt angegangen werden müssen.

Der Hauptstrang und die Hausanschlüsse wurden erneuert, weil die ale Mischwasserkanalisation in der Erhardstraße unterdimensioniert war. Auch die Versorgungsleitungen der Stadtwerke wurden modernisiert, ebenso die verschiedener Telekommunikationsunternehmen. Die Kreuzungen in der Erhardstraße werden bei diesem riesigen Projekt gleich noch barrierefrei ausgebaut. Seit 1. August 2017 wird hier gearbeitet.