Vor 65 Jahren, am 17. Mai 1953, gaben sich Helga Koberstein und Eduard Hahn in Völkersleier das Ja-Wort für eine lange glückliche Ehe. Edi genoss seine Schulbildung in Ingolstadt am humanistischen Gymnasium, bis ihn 1944 die Einberufung zum Kriegsdienst ereilte. Am 10. April 1945 geriet er in russische Gefangenschaft und wurde nach Stalingrad deportiert. Durch das Erlernen der russischen Sprache konnte er als Dolmetscher fungieren und so diese schwere entbehrungsreiche Zeit überleben.
Am 31. Oktober 1949 kam er in die Heimat zurück. Mit 24 Jahren war er ohne Beruf. Er besuchte die Lebensmittelfachschule in Neuwied, die er als Jahrgangsbester abschloss. Seine Helga Koberstein hat er am 5. März 1950 kennengelernt. Es war Liebe auf den ersten Blick und sie hat 65 Jahre gehalten. Helga hatte sich als gelernte Hauswirtschafterin um die von Edi's Eltern ausgeschriebene Stelle beworben. Schon eine Woche später überbrachte Edi persönlich die Nachricht, dass Helga die Stelle im Milchgeschäft Hahn in Bad Kissingen antreten könnte. Und so begann der beiden gemeinsamer glücklicher Lebensweg, mit Höhen und auch mit Tiefen, die beide im gegenseitigen Vertrauen immer überstanden haben.
Edi ließ sich als Außendienstler 15 Jahre lang den Wind um die Nase wehen und bereiste später als Verkaufsleiter namhafter Firmen die ganze Bundesrepublik. In dieser Zeit fuhr er mit seinem Dienstfahrzeug ca 50 000 Kilometer im Jahr. 1970 kehrte er nach Bad Kissingen zurück, nachdem ihm vom Oberbürgermeister Dr. Hans Weiß die Stelle als Verkehrsdirektor angeboten wurde.