Steffen Hörtler ist vielen Bad Kissingern ein Begriff. Hauptberuflich ist er Stiftungsdirektor am Heiligenhof, ehrenamtlich Stadtrat und stellvertretender Bundesvorsitzender der Sudetendeutschen Landsmannschaft. Seit dem 10. Juli hat er ein weiteres Ehrenamt inne: Mitglied im ZDF-Fernsehrat. Die Redaktion hat mit dem 47-Jährigen über seine neue Aufgabe gesprochen.

Zu allererst: Wie kommt es, dass Sie im ZDF-Fernsehrat sind?

Steffen Hörtler: Das hängt mit meiner Tätigkeit für die Sudetendeutsche Landsmannschaft zusammen. Dort bin ich auf Bundesebene der stellvertretende Vorsitzende und in Bayern der Landesvorsitzende. Im Fernsehrat sind nämlich nicht nur Vertreter vom Bund und den Ländern, sondern auch von gesellschaftlichen Organisationen und Verbänden wie etwa den Kirchen oder Arbeitgeberverbänden. Das geht quer durch die Gesellschaft. Einen Platz haben auch die Vertriebenenverbände. Die Organisationen sind frei und bringen selbst einen Vorschlag für ihren Kandidaten ein - das war ich für den Bund der Vertriebenen.

Was ist Ihre Aufgabe im Gremium?

Der Fernsehrat ist ein Beschlussgremium, ähnlich wie der Bundestag. Es gibt jährlich vier Sitzungen des Plenums, bei denen alle 60 Mitglieder zugegen sind. Außerdem gibt es sechs Ausschüsse. Dort finden Vorberatungen statt, und die Ergebnisse werden dann im Plenum bekannt gegeben. Ich habe zwei Posten in den Ausschüssen. Ich bin Mitglied im Programmausschuss Programmdirektion und im