Sie ist die Karrierefrau der CSU schlechthin: Dorothee Bär (40). Seit 16 Jahren Abgeordnete im Bundestag, seit März Staatsministerin für Digitalisierung im Bundeskanzleramt. Seit sie Abgeordnete ist, hat sie geheiratet, drei Kinder bekommen und eine steile politische Karriere hingelegt. Wir haben Dorothee Bär in Berlin besucht, einen Tag begleitet, bei Gesprächen, Besuchen, Empfängen, an ihrem Schreibtisch.

Es ist Donnerstag, 28. Juni 2018. Dorothee Bär ist verschnupft. Aus gesundheitlichen Gründen: Sie hat eine leichte Sommergrippe und vermeidet es, mir bei der Begrüßung die Hand zu schütteln. Aber Sommergrippe hin oder her, die Arbeit wartet...

8.54 Uhr Dorothee Bär trifft im Bundestag ein. Sie repräsentiert heute Vormittag in der 42. Sitzung des Parlaments das Bundeskanzleramt, von 9 bis 12 Uhr hat sie "Sitzungsdienst im Parlament". Täglich ist ein leitendes Mitglied des Kanzleramtes im Bundestag präsent, man wechselt sich ab. Sitzungen können schon mal bis 2 Uhr nachts dauern. Dorothee Bär nutzt die Zeit, um Akten zu bearbeiten.

12.05 Uhr Mittagspause, die Staatsministerin wird abgelöst und kommt aus dem Plenarsaal. Sie wird von Benedict Janich, ihrem persönlichen Referenten und Pressesprecher, erwartet. Die Zeit drängt, der nächste Termin steht an. Im Bundeskanzleramt, wo sie ihr Büro hat, warten schon Damen der Gruppe "Frauen verbinden" aus München...