Glanzvoll wurde in der Nüdlinger Pfarrkirche St. Kilian und Gefährten mit einem Festgottesdienst und anschließendem Empfang das 40-jährige Priesterjubiläum des Ortspfarrers Nediljko Dominik Kesina begangen: Zuerst mit einem Gottesdienst, den der Kirchenchor unter der von Leitung Christine Stumpf gestaltete, und anschließend noch mit einem Empfang. Die Festpredigt hielt der Großwenkheimer Pfarrer Dr. Dr. Anton Schilhan. Die große Wertschätzung für Dominik Kesina drückte sich auch durch den Einzug der Ortsvereine mit Fahnenabordnungen aus.

Nediljko Dominik Kesina wurde am 2. Januar in Vid bei Metkovic in Kroatien geboren. Mit seinen sechs Geschwistern hatte er eine glückliche Kindheit, die von einem religiösen Elternhaus geprägt war. Nach seinem Besuch der Grund- und Hauptschule ging er 1964 an das Gymnasium des Priesterseminars in Split, wo er bis 1974 studierte.

In den Jahren 1975 bis 1977 absolvierte er als Diakon ein Praktikum bei der Kroatisch-Katholischen Mission in Hagen (Deutschland). Danach folgte das personalpraktische Jahr (197 7 und 1978) am Priesterseminar zu Split. In der dortigen Pfarrkirche Heilig Kreuz empfing er am 25. Juni 1978 das Sakrament der Priesterweihe. Anschließend war er als Pfarrer in Donji Dolac und von 1982 bis 1998 in Ravca eingesetzt. Bereits zu dieser Zeit entstanden Kontakte nach Deutschland: Als Urlaubsvertretung war Kesina wiederholt in den Bistümern Regensburg und Passau eingesetzt. 1999 kam er ins Bistum Würzburg und war zunächst zwei Jahre als Pfarradministrator in Sulzthal. Seit 2001 wirkt er in Nüdlingen und in der Filiale Haard. 1#googleAds#100x100

Anton Schilhan sprach im Gottesdienst vom Geheimnis des Glaubens. "Das Wesentliche ist unseren Augen verborgen", sagte er. Das "Ich" müsse der Priester zurückstellen. "Jeder will über andere herrschen, aber wir sollten einander dienen", sagte er. "Gott möge dir noch viele segensreiche Jahre schenken", sagte er zu Pfarrer Dominik Kesina

In den Glückwünschen und Grußworten wurden die hohe Wertschätzung und Anerkennung deutlich, die Pfarrer Dominik Kesina allseits genießt. Zum 40. Priesterjubiläum gratulierte als erster Bürgermeister Harald Hofmann persönlich und im Namen der gesamten Gemeinde. Der "unermüdliche Diener im Weinberg des Herrn" sei nicht nur verpflichtet, sich für das Seelenheil seiner Mitchristen einzusetzen, sondern solle sich als Bindeglied, Moderator, Ansprechpartner und Vermittler zwischen der kirchlichen und der politischen Gemeinde einbringen, was Dominik Kesina stets gelungen sei.

In den 17 Jahren in Nüdlingen habe sich auch die Gesellschaft gewandelt. Für viele Familien seien nur besondere Anlässe, wie Kindergottesdienst oder Kommunion, Gründe für den Gottesdienstbesuch. "Sie leben Ökumene", betonte der Bürgermeister und verwies nicht nur auf katholische und evangelische Christen, sondern auch auf andere Glaubensformen. Der Pfarrer habe sich 2015 und 2016 sehr für die Flüchtlinge engagiert. Auch habe er den "Weinberg in Kroatien" nie aus den Augen verloren. Dass es auch dort Menschen gibt, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, sei der tägliche Ansporn für die "Kroatien Hilfe" gewesen.

"17 Jahre in Nüdlingen, da ist man im Ort angekommen", sagte das Hofmann . Er verwies auch auf die Nüdlinger Wallfahrt, die Pfarrer Kesina bereits zehnmal absolviert habe. Gewürdigt wurde auch Kesinas steter Einsatz für die beiden Kindergärten. Der Pfarrer sein ein leidenschaftlicher Fußball-Fan, der auch den örtlichen Verein TSV Nüdlingen anfeuert. "Alle Vereine in Nüdlingen und Haard liegen Ihnen am Herzen", betonte der Bürgermeister. Viele Freundschaften seien entstanden.

Pfarrer Philipp Klein von der evangelischen Kirchengemeinde Bad Kissingen gratulierte dem "Freund und Bruder" ebenfalls zum 40-jährigen Priesterjubiläum. Weitere Glückwünsche überbrachte der Nüdlinger und der Haarder Pfarrgemeinderat, Christian Höfler für die Kirchenverwaltung, der Vorsitzende des Vereinsrings, Reinhold Schäfer, Küster Andy Götz sowie die Ministranten aus Nüdlingen und Haard.


Wie von Pfarrer Dominik Kesina gewünscht, wurden an Stelle persönlicher Geschenke Spenden für die Kroatien-Hilfe übergeben.Die Nüdlinger Musikanten spielten zu Ehren des Priesters im Anschluss an den Gottesdienst vor der Kirche. Danach gab es noch einen Empfang im Pfarrsaal.