Ein Hasendrahtgestell, ausreichend Kleister und ein bisschen Farbe - mehr braucht es nicht und schon ist der XXL-Busen fertig. Natürlich dürfen auch ein paar starke Männerhände nicht fehlen, immerhin müssen die Brüste noch in die richtige Form gebracht werden. Die Äche-Brader haben sich den Brustimplantat-Skandal vor einigen Wochen in Frankreich zum Thema gemacht. Ihr Wagen rollt heuer als "mobile Brustfabrik" durch den Waldfensterer Faschingszug am kommenden Montag.
"Zwei von uns werden verkleidet als Frauen mit einem etwas übertrieben großen Busen Stimmung machen", verrät Klaus Schlereth. Zwei Ärzte und eine Arzthelferin behandeln sie direkt vor Ort auf dem Wagen. Ein Fabrikarbeiter macht die närrische Runde komplett. Auch die Umzugsbesucher sollen nicht zu kurz kommen: An sie verteilen die Äche-Brader falsche Silikonbrüste. Auf dem Wagen selbst wird noch ein weiteres Highlight für die Zuschauer geboten: In einem Schaukasten können sich die weiblichen Narren in der Menge ihr liebstes Implantat aussuchen. "Da gibt es das Modell Erika, das Modell Edith und so weiter", scherzt Schlereth.
"Wir sind nur ein kleines Dörfle, und sowas hält die Gemeinschaft zusammen", ist Christoph Schlereth stolz. Für die Äche-Brader ist der Wagenbau seit Jahren Tradition. Bis Montag haben sie jeden Abend zu tun: Es fehlen noch Sprüche, Schilder - und weitere Brüste.
Der Umzug ist am Montag, 20. Februar, ab 14 Uhr. Startpunkt ist in der Schlingenstraße. Mit dabei sind rund 15 Wagen und Fußgruppen, der Musikverein und die Bergmusikanten.

Die Äche-Brader:
Mitglieder Die Äche-Brader gibt es schon seit 30 Jahren. Zu ihnen gehören Klaus Schlereth, Christoph Schlereth, Lothar Wehner, Karl-Heinz Wehner, Franz Heckelmann, Johannes Schlereth und Andreas Müller.
Scheune Herbert Wehner stellt den Männern jedes Jahr seine Scheune zum Bauen des Faschingswagens zur Verfügung.
Jugend Die Äche-Brader sind davon überzeugt, dass auch Jugendliche für den Faschingsumzug gerne einen eigenen Wagen machen würden. Bedauerlicherweise fehlen ihrer Meinung nach aber ausreichend hohe Scheunen zum Bauen.