Zur Informations-Versammlung der Bürgerinitiative (BI) unter dem Titel "Verkehrsentlastung für Nüdlingen, Ortsumgehung jetzt", trafen sich die Mitstreiter, um die vorgestellten Varianten des Staatlichen Bauamtes Schweinfurt in der Bürgerversammlung vom 1. März zu diskutieren.

Sprecherin Anita Haub erläuterte den Vorschlag der BI vom 25. März, eine weitere Trasse zu prüfen. Die Trasse sollte um den Sinnberg herum auf die Kasernen Straße führen, die am Bad Kissinger Nordring angeschlossen ist. Ein 800 Meter langes, 50 Meter hohes, teures Brückenbauwerk würde somit überflüssig. Außerdem könnte die Trasse tiefer gelegt und der Schall- und Sichtschutz für das Neubaugebiet minimiert werden. Die Variante würde nicht zum "Waldschlösschen hoch und auf der anderen Seite des Sinnberg - wie bisher - wieder runter durch den Stadtteil Winkels führen.

In der Stellungnahme Staatlichen Bauamtes vom 14. April wurde jedoch darauf hingewiesen, dass die vorgeschlagene Variante zwar eine Großbrücke entbehrlich mache und die Anwohner in Winkels entlastet würden, aber neue Betroffenheiten und bauliche Konflikte entstünden. Lärmschutzmaßnahmen für das Gartenhausgebiet müssten errichtet und die Kasernenstraße, an der sich Bau- und Lebesmittelmarkt angesiedelt haben, bis zur Einmündung in den Ostring vierspurig ausgebaut werden. Das würde Kosten verursachen, die die Einsparungen durch den Wegfall der Brücke wieder auffressen würden, so das Argument Staatlichen Bauamtes.