Ein Netzbetreiber habe schon an mehreren Standorten 5G aktiviert, ein weiterer Anbieter folge damit in Kürze und ein dritter erweitere ebenso noch in 2020 sein 2G/3G-Netz um 4G/5G-Dienste. Zudem sollen bald Glasfaserkabel die Funkzellen versorgen, was die Datenübertragung erhöht und beschleunigt.

Große Investitionen

Aus Vierles Sicht geht es Netztechnisch bergauf: "Zur Zeit gibt es im Kreis große Investitionen aller Netzbetreiber, welche eigenwirtschaftlich mehrere Dutzend Bestandsstandorte aufrüsten oder neue Masten errichten." Die Anzahl an Bauvorhaben sei in den letzten Monaten stark angewachsen.

"Sogar Heiligkreuz und Heckmühle, kleine Ortsteile der Gemeinde Wartmannsroth , bekommen in absehbarer Zeit eine Funknetzversorgung durch mindestens einen Anbieter" sagt Vierle weiter. Die Ortschaften waren wegen ihrer eingeschnittenen Tallage seit jeher sogenannte weiße Flecken. Den Ausbau ermögliche das bayerische Mobilfunk-Förderprogramm.

Standorte für Masten zu finden und zu genehmigen laufe in der Regel ohne Probleme ab. Er kritisiert jedoch: "Leider ist in der Bevölkerung die Annahme noch weit verbreitet, dass ein Mobilfunkmast nur dann gut ist, wenn dieser möglichst weit weg von Orten und Verkehrswegen errichtet wird." Genau das Gegenteil sei richtig: Bei schlechtem Empfang müsse ein Mobiltelefon viel mehr Sendeleistung aufwenden, um die Verbindung zum Mast aufrecht zu erhalten. Und dennoch würden Telefonate unterbrochen und Daten nur schlecht übertragen. "Nahe gelegene Antennen kann das Handy im energiesparenden minimalen Sendemodus bei hoher Sprachqualität und hoher Bandbreite erreichen."

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