Wer mit seinem Handy selbst Empfang messen und damit die Karte erweitern möchte, kann die App auf sein Android-Gerät herunterladen und bei Spaziergängen oder kurzen Fahrten anschalten. So könne jeder seinen Beitrag dazu leisten.

Der Rucksack liefert die praktisch erhobenen und sehr fein gegliederten Daten über die Empfangssituation, wie sie die Bevölkerung ebenso auf ihrem Handy empfängt. Denn die Netzkarten der Betreiber hätten ein gröberes Raster und seien sehr theoretisch. "Ich habe so eine konkrete Datenbasis, mit der ich arbeiten kann", sagt der Fachinformatiker. "Damit kann ich zu den Netzbetreibern gehen. So lassen sich Standorte für neue Funkzellen besser auswählen."

Große Unterschiede

Allgemein bezeichnet Vierle die Mobilfunkversorgung im Landkreis größtenteils gut bis sehr gut. Ob Handynutzer in der Region Empfang hätten, sei zum einen aber vom Gelände abhängig, in dem sie sich befinden, und ob sie von Gebäuden umgeben sind. Zum anderen sei es der Netzbetreiber. Zwischen denen sieht er große Qualitätsunterschiede. "Jeder kann sich auf der Karte ein Bild machen, wie die Versorgung am eigenen Wohnort ist und danach dann seinen Anbieter auswählen."

Laut Vierle seien das Stadtgebiet von Bad Kissingen, Bad Brückenau und Hammelburg am besten versorgt, ebenso wie die Gemeinden entlang der Autobahnen. Dort sei 4G der dominante Standard. "3G wird nach und nach technologisch "in Rente geschickt" und dessen Frequenzbereich durch 4G und 5G weiter genutzt. 2G bleibt als Rückfalloption bei allen Sendeanlagen bestehen", sagt Vierle weiter.