In seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Marktgemeinderat Burkardroth mit verschiedenen Bauanträgen und Investitionen am Hochbehälter in Gefäll. Das neue Gremium begleitete die Sitzung mit kritischen Fragen.

Der Wasserversorger der Kommune, die Rhön-Maintal-Gruppe, betreut einen Großteil des Wasserleitungsnetzes im Markt Burkardroth. Der Gefäller Hochbehälter ist jedoch Eigentum des Marktes. Für dessen Versorgung ist das Premicher Wasserwerk zuständig, welches die RMG betreibt. Der Zweckverband will in den kommenden Jahren die Fernüberwachung und Automatisierung der Anlagen intensivieren. Um die Kommunikation zwischen Premich und Gefäll sicherzustellen, muss nun auch die Kommune handeln. Außerdem muss der Hochbehälter technisch auf den aktuellen Stand gebracht werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf etwa 50 000 Euro.

Gespräche liefen bereits

Es habe laut dem Bürgermeister, Daniel Wehner (CSU), Gespräche mit der RMG gegeben, was die Übernahme des Gefäller Leitungsnetzes und Hochbehälters angeht. Diese hatten ihren Ursprung in der vergangenen Wahlperiode unter Bürgermeister Waldemar Bug (ödp). Der ehemalige Rathauschef wandte sich - ohne dem Gremium vorgreifen zu wollen - dafür im Juli 2019 an den Zweckverband. Letztlich ergaben sich zwei Varianten: Entweder soll die Kommune den Antrag zurückziehen und die Kosten für das Jahr 2020 einplanen, oder den Antrag aufrechterhalten und die RMG um die Übernahme des Ortsnetzes bitten.