Ihre Worte zum Nachdenken: "Mitten im Leben. Ist das der Zeitpunkt in der Mitte des Lebens zwischen Geburt und Tod? Oder zwischen der vergangenen und der folgenden Sekunde? Oder doch der Standpunkt mittendrin zu sein?"

Am Pfingstsonntag, 24. Mai, ist ab 15 Uhr die Künstlerin Marthy Steller-Vrolyk im Haus anwesend und führt durch die Ausstellung. Führungen sind auch nach Vereinbarung unter Tel.: 0971/ 6993 184 möglich.

Antrieb zur Kunst

"Beide Künstler stehen mittendrin und schöpfen daraus den Antrieb zur Kunst", betonte Anna Krug. Nach den Begrüßungsworten und der offiziellen Eröffnung des Bürgermeisters von Wildflecken Gerd Kleinhenz (PWW) stellte Krug die beiden Künstler und ihre Werke vor. Die ausgebildete Balletttänzerin und Schauspielerin Marthy Steller-Vrolyk wechselte, nach über 30 Jahren Tanz und Schauspiel mit Engagements an verschiedenen Bühnen, zur der bildenden Kunst. Bunt und fröhlich sind ihre Bilder und Skulpturen. Jedoch lassen die Werke nicht an Tiefe vermissen. Der Mensch steht im Mittelpunkt. Ob nun auf einer durch Federn bewegliche Platte "Der Weg in die Zukunft" oder mit Marmormehl geformte Gestalten im Bild "Familientreffen".

Gerne verwendet Marthy Steller-Vrolyk nicht mehr benötigte Materialien wie zum Beispiel Fahrradketten oder Zahnkränze. Große Faszination findet sie auch an mit Rost befallenen Metallteilen oder im Blattgold. Keramik ist eine ihrer Spezialitäten.

Marthy Steller-Vrolyk, lebt in Bad Kissingen, teilt heute ihre Erfahrungen gerne mit anderen Menschen. So ist sie Dozentin an der Vhs in Bad Kissingen und Kursleiterin im Haus der Lebenskunst in Ramstal. Durch ihre Liebe zur Natur und ihrer Mitgliedschaft im Rhönklub wurde sie zum Bild "Wanderwege in der Rhön" inspiriert.

Neue Form, Gesichter zu gestalten

"Schauen sie sich die Internetseite von Gerd Jörgens aus Garbeck im Sauerland mal an. Wunderbare Skulpturen, von denen sie hier einige sehen können, und Texte mit Tiefe. Sie werden begeistert sein", so lenkte die Moderatorin den Blick auf Gerd Jörgens. Mit 18 Jahren und seiner ersten Kamera knipste er erst alles was ihm vor die Linse kam, um dann schnell Gesichter zu entdecken. Gesichter sind bis heute sein Thema. Er spezialisierte sich auf Porträts von Menschen, Tieren, Friedhofsskulpturen und Schaufensterpuppen. Erst als Gerd Jörgens vor zirka Jahren einen Klumpen Ton in die Finger bekam, entdeckte er eine neue Form, Gesichter zu gestalten.

Bei der Vernissage trug der Musiker und Schauspieler Stefan Schael selbst getextete und komponierte Lieder zur Gitarre vor. Die Ausstellung ist noch bis zum 14. Juli zu besichtigen.