Es ist ein Krater, in dem das unscheinbare Gebäude errichtet wurde. Erdwälle schützen das Haus von allen Seiten. Innen reihen sich Räume aneinander, die mit schlichten Bretterwänden abgeteilt worden sind. Überall sind Einschusslöcher zu sehen. Schießbahn 11 liegt im nördlichen Teil des Truppenübungsplatzes Wildflecken, unmittelbar an der hessischen Grenze. Hier trainieren Spezialkräfte Taktik und Schuss in einem Gebäude.

Oberstleutnant Kai Schulze hat den Truppenübungsplatz unter sich. Die Schießbahn habe nicht mehr den Sicherheitsbestimmungen entsprochen, erklärt der Kommandant. Deshalb werden die Wälle nun erhöht und zusätzlich mit einer Wand versehen. Denn es könne leicht passieren, dass ein Schuss, der im Gebäude abgefeuert werde, aus Versehen ins Umland gehe.

Damit die Kugeln am Beton nicht abprallen, werden die Platten noch verkleidet. 1,5 Millionen Euro lässt sich die Bundeswehr allein die Arbeit an Schießbahn 11 kosten. Sie habe für die Ausbildung von Spezialkräften besondere Bedeutung, erklärt Schulze, und werde ähnlich wie die Anlage für Scharfschützen gezielt in Wildflecken aufgesucht. Auch an Schießbahn 16 stehen unter anderem in diesem Jahr noch Modernisierungsarbeiten an. Für rund 250.000 Euro werden die Zielscheiben-Anlagen erneuert, schildert Schulze.