In den 1950er Jahren gründete er das Baugeschäft seines Vaters wieder, das er bis 1992 führte. Er engagierte sich in großem Maße in zahlreichen Vereinen in Schondra sowie im Marktgemeinderat.
Geboren wurde Karl Kronewald am 21. Oktober 1931 in Würzburg als Sohn des Maurermeisters Stefan Kronewald und dessen Frau Berta Kronewald (geb. Förg) - beide stammten aus Schondra. Er selbst wuchs in Schondra im Gasthaus "Zur goldenen Krone" am Kirchberg auf, das sein Großvater, Karl Josef Förg, führte.

Da der Vater aus dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr zurückkehrte und als vermisst gemeldet wurde, blieb seine Frau Berta Kronewald mit den Kindern Karl und Erika im Gasthaus Krone wohnen. Dieses gehörte inzwischen Berta Kronewalds Schwester Maria.

Da das Gymnasium in Bad Brückenau, das Karl Kronewald zunächst besuchte, kriegsbedingt den Unterricht vorläufig einstellte, verbrachte er die folgenden Jahre in Lohr am Main bei einer Schwester der Mutter. Er ging dort zur Schule, die er jedoch nicht bis zum Abitur besuchte, sondern er absolvierte in Lohr am Main eine Lehre als Maurer.


Als Jüngster Prüfung abgelegt

Denn er hatte sich zum Ziel gesetzt, das Baugeschäft, das durch den Tod des eigenen Vaters ruhte, so schnell als möglich wieder aufleben zu lassen. Deshalb legte er bereits am 8. April 1954 mit Sondergenehmigung und als Jüngster seines Kurses, die Meisterprüfung im Maurerhandwerk ab, arbeitete kurz als Bauleiter in einem Architekturbüro in Marktbreit und machte sich dann im Jahre 1956 in Schondra selbstständig.

Am 10. April 1958 heiratete er seine Freu Gudrun (geborene Müller) aus Unterleichtersbach. Sie war gelernte Steuerfachgehilfin und Tochter des Lehrers Emil Müller und dessen Frau Antonia.
In den Jahren ab 1958 erwarb Kronewald ein Grundstück im Bereich des ehemaligen R.A.D.-Lagers Einraffshof und baute dort zunächst eine Lagerhalle und 1960/61 auch ein Wohnhaus mit Büro. Das Unternehmen wuchs, und nach Ablegung einer weiteren Meisterprüfung im Estrichleger-Handwerk 1967 vergrößerte sich die Firma auf rund 40 Mitarbeiter.

1992 schloss Karl Kronewald das Unternehmen aus gesundheitlichen Gründen - eine langjährige Zuckerkrankheit forderte ihren Tribut. Dennoch war er noch bis zu seinem 75. Geburtstag als vereidigter Sachverständiger im Estrichleger-Handwerk tätig.

Was Karl Kronewald auch sehr am Herzen lag, war sein Beruf und die Ausbildung des Nachwuchses. Daher war er jahrzehntelang im Meisterprüfungsausschuss für das Maurerhandwerk in Würzburg und jahrzehntelang im Vorstand der Bauinnung Bad Kissingen.

Vor fast genau vier Jahren, am 12. Februar 2014, starb seine Frau Gudrun, was ihn sehr getroffen hat.


Ehrenvorsitzender und -mitglied

Kronewald war Gründungsmitglied und 1. Vorsitzender des CSU-Ortsverbands Schondra und deshalb Ehrenvorsitzender. Im katholischen Burschenverein Schondra, in dem er bis zur Heirat 1958 als 2. Vorsitzender wirkte, war er dessen einziges Ehrenmitglied. Er hob auch den Musikverein Schondra aus der Taufe und spielte dort als aktiver Musiker. Als Mitglied im Sportverein förderte er diesen, obwohl er selbst nie aktiver Fußballer oder ähnliches war - beispielsweise beim Bau des ersten Sportplatzes am Ortseingang von Schondra. Zudem war Karl Kronewald von 1966 bis 1972 Mitglied des Marktgemeinderats von Schondra.


Die Kirche mitgebaut

Er dürfte einer der Letzten, wenn nicht der Letzte, sein, der die St.-Anna-Kirche in Schondra, in der am Freitag, 16. Februar, der Trauergottesdienst stattfand, mitgebaut hat. Bei einem Unfall in der Endphase des Rohbaus der Kirche hatte er sich damals sogar sein Bein gebrochen.

Karl Kronewald hinterlässt zwei Söhne, Stefan und Gerd Kronewald. Letzterer lebt in Würzburg.