Auf dem Missio-Camp-Festplatz nahm er sein Publikum mit auf eine kurzweilige und unterhaltsame Konzertlesung durch sein 40-jähriges Schaffen. Ihm zur Seite stand Sohn Max, der sich am Schlagzeug voll und ganz auf den Vater einstellte.

Auch wenn das Wetter für Anfang August doch sehr kühl und regnerisch war, die Gäste des Missio-Camps haben sich nicht abhalten lassen, diesem besonderen Abend beizuwohnen. Campingstühle, Wolldecken, dicke Jacken, Schals und Mützen gehörten überhaupt in diesem Jahr zum Standardprogramm für die abendlichen Missio-Camp-Besucherinnen und -Besucher.

Positive Bilanz

Organisatorin Anke Schroth zog eine sehr positive Bilanz. Die Menschen haben sich wieder einladen lassen, und trotz der Corona-bedingten Auflagen und Einschränkungen sei das Missio-Camp wieder sehr gut besucht worden. "Bis auf einen Abend konnten alle Veranstaltungen open-air abgehalten werden, einmal mussten wir auf die Übertragung in die Autos ausweichen." Erstaunlicherweise regnete es oft am späten Nachmittag, aber zum Beginn des Missio-Camp-Gottesdienstes und Abendprogramms riss der Himmel auf, und ein toller Sonnenuntergang belohnte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Anke Schroth ist vom Missio-Camp ohne großes Versammlungszelt ganz begeistert. "Es ist so schön ohne Zelt. Man kann den Abendhimmel mit dem Wolkenspiel beobachten." Allerdings werde das Missio-Camp, sobald es aufgrund der Corona-Pandemie möglich ist, wieder als Zeltveranstaltung organisiert. Die Witterung in der Rhön mache dies einfach notwendig. Besonders freut sich Anke Schroth über das positive Feedback vieler Gäste, die gerade den Blick auf den Wald und in den Himmel als besonders beruhigend empfunden haben.

"Fast schon die gewohnte Größe"

Da in diesem Jahr das Begegnungscafé mit Snacks to go und dem Büchertisch möglich war, herrschte deutlich mehr Missio-Camp-Atmosphäre als noch vor einem Jahr mit dem reinen Autogottesdienst. "Es fühlte sich ein bisschen mehr nach Missio-Camp an", fasste es Anke Schroth zusammen. Auch deutlich mehr Ehrenamtliche waren dieses Jahr wieder dabei. Gut 50 Mitarbeiter engagierten sich in den zehn Tagen ehrenamtlich im Teenie- und Jugendcamp, der Küche und Technik. "Fast schon die gewohnte Größe", meinte Anke Schroth. Und alle haben die regnerischen Nächte in den Übernachtungszelten gemeistert. Niemand habe abbrechen müssen.

Zurück zum letzten Abend: Die Konzertlesung mit Dieter Falk wurde zu einem Höhepunkt des Missio-Camps, der zum Abschluss einen Einblick in die weite Welt des Showbusiness gab. Dieter Falk sprach über den "Spagat", der er als gläubiger Christ in einer Branche, die gemeinhin als "Haifischbecken" gelte, zu bewältigen hatte.

Dieter Falk gehört mit fünf "Echo"-Nominierungen für über 20 Millionen verkaufte CDs als Produzent seit vielen Jahren zur Spitze der deutschen Musikszene. Seine über 100 CD-Produktionen u.a. für Pur, Patricia Kaas, PeWerner, Nino de Angelo, Roger Chapman, Paul Young und viele andere brachten ihn mehrfach in die Top-Platzierungen der Verkaufs-Charts. Über 50 Platin- und Goldene Schallplatten sammelte der 59-jährige Musikproduzent und Arrangeur, der zudem für einige große TV-Sender als Musik-Experte tätig ist.

Bodenständigkeit im Reihenhaus

Geschichten von und mit bekannten Musikern aus der Popmusik und der Schlagerszene, Bilder aus dem Familien- und Tourneearchiv, gewürzt mit viel Humor, gaben einen Geschmack vom bunten Leben, das Falk führt, und zugleich betont er seine Bodenständigkeit im Reihenhaus. Er war in der Pro7-Sendung "Popstars" Juror vor ein Millionenpublikum und gleichzeitig blieb er seinen Wurzeln als christlicher Musiker treu. Er schrieb für Bach-Coräle moderne Arrangements, brachte die Pop Oratorien "Die Zehn Gebote" und "Luther" auf die Bühne, vor insgesamt 400.000 Zuschauern.

Am Flügel präsentierte Dieter Falk auf der Missio-Camp Bühne viele Musikstücke, die ihn über Jahrzehnte begleitet, mit denen er besondere Geschichten und Erlebnisse verbindet und die ihm besonders als Herz gewachsen sind.