Nach jahrelangem Streit um die geplanten zwei Höchstspannungstrassen quer durch Bayern hat Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) einen öffentlichen Kompromissvorschlag präsentiert. Zwar sollen sowohl die Suedlink-Trasse als auch die Südost-Kuppelleitung kommen, aber anders als ursprünglich geplant.
Gabriel sagte am Mittwoch in Berlin, die Südost-Leitung solle nicht auf einer neuen Trasse, sondern auf einer bereits bestehenden Leitung nach Bayern geführt werden, davon die letzten Kilometer als Erdkabel. Bei der Hauptschlagader der Energiewende, dem 800 Kilometer langen Suedlink, ist Gabriel ebenfalls zu Änderungen bereit. Details nannte der SPD-Chef nicht.

Das sei ein weitgehendes Angebot an die bayerische Staatsregierung, die damit den Widerstand der Bürger eliminieren könne, meinte der Bundeswirtschaftsminister.