Es war bereits Anfang Juni, als Baggerarbeiten in der Fußgängerzone der beschaulichen Kurstadt für Aufsehen sorgten. Staub zog über die Gäste des Eiscafés Venezia und des Imbisses gegenüber hinweg. Bauarbeiter rissen die ehemalige Druckerei Nikolaus ab. Der Bau eines Hauses mit neun Wohnungen sowie Geschäftsräumen im Erdgeschoss war angekündigt.

Doch dann passierte plötzlich nichts mehr auf der Baustelle. Der unschöne Anblick und die Belastung durch Staub, wenn Wind geht, aber bleiben. Matthias Klement, Geschäftsführer der Firma Wende Erdbau aus Fulda, gibt bautechnische Gründe für die Verzögerung an. Zwischen dem abgerissenen Gebäude und dem Nachbarhaus gebe es eine gemeinsame Wand. Das hätten die Planer im Vorfeld nicht berücksichtigt.

Arbeiten werden fortgesetzt

Nun müssten die Bauunterlagen überarbeitet werden, schildert er. Danach würden die Abrissarbeiten beendet werden. Das Ausräumen des Kellers und das Verfüllen der Baugrube stünden noch an. Bei den Bürgern wurden zwischenzeitlich Befürchtungen laut, dass der Neubau niemals realisiert werden könnte und eine Brache im Stadtzentrum bliebe. Mancher warf gar die Idee in den Raum, die Stadt solle das Grundstück erwerben und - beispielsweise in eine Grünfläche - umgestalten.