Für die Patienten der Klinik Hartwald stellen regelmäßige Freizeitangebote eine Abwechslung zum Therapie-Alltag dar. Momentan läuft in dem Reha-Zentrum im Staatsbad eine hausinterne Fotoausstellung. "Das bin ich! Starke Frauen nach, mit und trotz Krebs" lautet das Motto der vielschichtigen Präsentation mit eindrucksvollen Porträtaufnahmen.

Realisiert hat die Bilderschau der Verein "Frauenselbsthilfe nach Krebs" aus Maintal, der sich seit mehr als 40 Jahren intensiv und engagiert um die Belange Betroffener kümmert. Zur Vernissage im kleinen Kreis waren die beiden Gruppenleiterinnen Nieves Schwierzeck und Karin Daferner nach Bad Brückenau gekommen. Im Gespräch mit dem Kaufmännischen Direktor der Klinik, Mathias Kirchner, gingen die Organisatorinnen unter anderem auf die Geschichte des Vereins ein und erläuterten im Detail dessen Ziele, Aufgaben und Arbeitsweise. "Wir wollen Kraftquellen nutzen, ins Leben zurückfinden und Gesicht zeigen", machten die beiden Damen übereinstimmend ihre Intension deutlich.

Darüber hinaus ist es das Bestreben, den an Krebs erkrankten Menschen zu zeigen, dass Lebenskrisen nicht nur gemeistert werden können, sondern dass derartige Situationen durchaus auch Anlass für eine persönliche Weiterentwicklung sind. Ein sehr gutes Beispiel dafür seien, so hieß es bei der Eröffnung, die 22 insgesamt ausgestellten Porträtfotos. Diese sind an unterschiedlichen Anlaufstellen im Untergeschoss der Klinik zu sehen. Zum besseren Verständnis für den Betrachter werden die großformatigen Bilder mit kurzen Erklärungstexten ergänzt.

Die Ausstellung "Das bin ich!", zu der es mittlerweile auch ein 60-seitiges Buch gibt, ist seit März 2019 "auf Wanderschaft". Sie wurde bereits in ganz unterschiedlichen Einrichtungen in diversen Städten gezeigt. "Leider hat Corona auch uns in den vergangenen Jahren immer wieder ausgebremst, so dass wir auf unserem Tourneeplan mehrfach längere Pausen einlegen mussten", blickt Nieves Schwierzeck zurück. Die Auswirkungen der Pandemie sind auch der Grund, "dass die Ausstellung in unserem Haus leider nicht einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann", bedauert Mathias Kirchner.

Weitergehende Information zum Verein "Frauenselbsthilfe nach Krebs" gibt es hier .