In Franken ist es derzeit bitterkalt, so kalt wie noch nie in diesem Jahr. Trotzdem sind die meisten Eisflächen noch nicht tragfähig. Wer sie dennoch betritt, begibt sich in Lebensgefahr. Kürzlich hatte etwa das städtische Gartenamt in Bamberg eindrücklich davor gewarnt, Eisflächen in Bamberg zu betreten.
Wie gefährlich ein Nicht-Beachten solcher Warnungen sein kann, wurde am Sonntag im unterfränkischen Aschaffenburg deutlich. Wie die Polizei am Montag berichtet, spielten zwei Buben (beide 9 Jahre alt) am Sonntag kurz vor 12 Uhr auf dem Schöntalsee. Hierbei brachen sie plötzlich durch die oberflächlich gefrorene Eisschicht ein und steckten bis zur Hüfte im Wasser. Der See hat derzeit eine Wassertiefe von knapp einem Meter.

Das Wetter morgen im Wetter-Ticker: Franken zittert weiter unter Hartmut - es wird noch kälter

Glücklicherweise konnten sich die Jungs aus eigener Kraft auf die Ruineninsel retten. Durch die Feuerwehr Aschaffenburg wurden beide von dort an "Land" zurückgebracht. Beide waren leicht unterkühlt, aber unverletzt.

Die Polizei Aschaffenburg warnt ausdrücklich vor dem Betreten von Natureisflächen. Die Eisschicht reicht derzeit (noch) nicht für Aktivitäten jedweder Art aus. Es besteht derzeit akute Lebensgefahr.