Am vergangenen Wochenende sorgten Tagestouristen und Ausflügler in Unterfranken und im Besonderen im Kreis Aschaffenburg durch teilweise undiszipliniertes Verhalten für mehrere Polizeieinsätze.

Mehrfach mussten hierbei Zufahrtsstraßen in die Ausflugsgebiete gesperrt sowie verbotswidrig und behindernd abgestellte Autos gebührenpflichtig verwarnt werden. Es kam überdies zu Beeinträchtigungen von Rettungseinsätzen und der Verkehrssicherheit. Auch Abstände wurden vielfach nicht eingehalten. Dies berichtete die Polizeiinspektion Aschaffenburg.

Verkehrschaos an beliebten Ausflugszielen in Unterfranken

Die winterlichen Wetterverhältnisse in den nächsten Tagen lassen erwarten, dass Wanderer, Erholungssuchende und Wintersportler auch am kommenden Samstag und Sonntag (16. und 17.01.21) die Höhenlagen des Spessarts, rund um den "Engländer" bei Heigenbrücken-Jakobsthal, die Geishöhe in Dammbach, aber auch den Hahnenkamm im Kahlgrund mit ihren Fahrzeugen verstärkt aufsuchen und zu einem großen Andrang führen werden. 

Um die Ordnung sicherzustellen, werden die zuständigen Polizeiinspektionen Aschaffenburg und Alzenau in Abstimmung mit dem Landratsamt einen Verkehrseinsatz vor Ort durchführen. Um der Problematik entgegen zu wirken, wurden durch die zuständige Straßenverkehrsbehörde im Bereich der „Bayerischen Schanz“ neue verkehrsrechtliche Anordnungen erlassen, die mit Park- und Halteverboten einhergehen. Die damit verbundenen Beschilderungen sind zwingend zu beachten. Betroffen sind hierbei die Gebiete rund um Ruppertshütten, insbesondere auch im Bereich des sogenannten „Oberbeckens“, bis hin zur hessischen Landesgrenze nahe Lohrhaupten.

Mit großem Unverständnis reagierte beispielsweise die Marktheidenfelder Polizei auf vereinzelte Müllhinterlassenschaften und weggeworfene Essensreste in
Ausflugsgebieten im Spessart. Erfreulich ist hingegen, dass die Infektionsschutzbestimmungen unterfrankenweit von den allermeisten Personen eingehalten wurden, was aufgrund der teils hohen Inzidenzwerte auch weiterhin zwingend notwendig ist.

Polizei wird am Wochenende verstärkt im Einsatz sein

Die unterfränkische Polizei wird am Wochenende an den Ausflugszielen verstärkt im Einsatz sein und als Ansprechpartner für die Bevölkerung zur Verfügung stehen. Die Dienststellen in besonders stark frequentierten Regionen, wie beispielsweise in Bad Neustadt, Mellrichstadt und Aschaffenburg, erhalten dabei auch Unterstützung von Einsatzkräften der Operativen Ergänzungsdienste. Ein Hauptaugenmerk liegt neben der Einhaltung von Verkehrsregeln und Infektionsschutzbestimmungen auch auf die Wahrung des Naturschutzes, wie das Polizeipräsidium Unterfranken mitteilt.

„Mit Blick auf das auch bei uns im Landkreis leider nach wie vor hohe Infektionsgeschehen, bitten wir eindringlich, bis auf weiteres auf Tagesausflüge zu den typischerweise stark besuchten Ausflugszielen zu verzichten und stattdessen die eigene Heimatgemeinde zu erkunden. So finden sich hervorragende Wanderwege in jeder unserer schönen Landkreisgemeinden. Schauen Sie hierfür gerne auf www.kreiskarte-ab.de“, so Landrat Dr. Alexander Legler.
„Verstöße, auch gegen Corona-Schutzmaßnahmen, werden angemessen geahndet und behindernd abgestellte Fahrzeuge gegebenenfalls abgeschleppt werden. Die Bevölkerung muss lageangepasst auch mit Straßensperrungen rechnen“, erläutert Polizeidirektor Frank Eckhardt.