Zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei waren am Donnerstag (5. März 2026) in Waldaschaff (Landkreis Aschaffenburg) an einer großangelegten Suchaktion beteiligt. Der Grund: Am 14. Februar wurde ein 31-Jähriger auf seinem Nachhauseweg von der "After-Train-Party" in der Festhalle brutal angegriffen und verletzt. Nun suchen die Ermittler nach dem mutmaßlichen Tatwerkzeug.
Wie Phillip Hümmer, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Unterfranken, gegenüber der Agentur News5 berichtet, sind neben den zentralen Einsatzdiensten aus Aschaffenburg auch Unterstützungskräfte der bayerischen Bereitschaftspolizei und die technische Einsatzeinheit aus Nürnberg an der Suche beteiligt gewesen. Mit einer Drohne habe man Häuser- und Garagendächer nach dem Tatwerkzeug abgesucht. Auch der Bachlauf der Kleinaschaff wurde abgesucht, unwegsames Gelände mit Stöberstöcken durchforstet und Anwohnerbefragungen durchgeführt.
31-Jähriger auf Heimweg brutal angegriffen - Kripo Aschaffenburg hat offene Fragen
Der Mann wurde nach Angaben der Polizei mutmaßlich im Bereich der Festhalle, der Brückenstraße, des Rosenwiesenwegs, des Steinlingwegs oder der Aschaffstraße gegen 23 Uhr plötzlich körperlich angegangen und im Kopfbereich schwer verletzt. Daraufhin habe er sich nach Hause begeben, wo er von Angehörigen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht wurde. "Wir ermitteln mittlerweile wegen eines versuchten Tötungsdelikts zum Nachteil von dem 31-jährigen Mann", erklärt Hümmer.
Was genau geschehen ist, ist nach wie vor unklar. "Die Kriminalpolizei Aschaffenburg führt die Ermittlungen in dem Fall und versucht nach wie vor den Tathergang und insbesondere die Identität der oder des Tatverdächtigen zu klären", teilt das Polizeipräsidium Unterfranken mit. Dafür seien vor allem Hinweise von Anwohnern, die entlang des Fußwegs des 31-Jährigen wohnen, von "hoher Bedeutung".
Am Donnerstag seien daher auch gezielt die Anwohner vor Ort befragt worden. Wer nicht angetroffen werden konnte, wurde mithilfe eines Flyers über die Ermittlungen informiert und gebeten, sich bei der Polizei zu melden - "auch wenn sie vermeintlich nichts zu dem Fall beitragen können".
Nach Angriff in Waldaschaff: Diese Zeugen sucht die Polizei
Das sei auch zwei Wochen nach der Tat noch sinnvoll, betont der Pressesprecher. "Oftmals denkt man sich einfach: Die Informationen, die ich habe, die sind vielleicht gar nichts für die Polizei." Wenn man aber vor Ort sei und die Anwohner direkt befrage, würden sich ebensolche Informationen doch oft als hilfreich für die Ermittlungen herausstellen.
Noch immer sucht die Polizei in diesem Zusammenhang nach konkreten Zeugen. Folgende Personen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 06021/857-1733 mit der Kriminalpolizei Aschaffenburg in Verbindung zu setzen:
- Personen, die gegen 23 Uhr zu Fuß oder mit dem Auto zwischen dem Festplatz und der "Christebrücke" in Waldaschaff unterwegs waren
- Drei bislang unbekannte E-Scooter-Fahrer, die sich zur fraglichen Zeit im Umfeld des Tatortes bewegten
- Zeugen, die das unmittelbare Tatgeschehen beobachtet haben
- Menschen, die sachdienliche Hinweise geben können