Im Rahmen einer Schleierfahndung wollte in der Nacht zum Freitag (22.01.21) eine Zivilstreife der Verkehrspolizei Ansbach auf der A7 ein Auto kontrollieren. Der Autofahrer versuchte jedoch sich der Kontrolle zu entziehen und verließ an der Anschlussstelle „Wörnitz“ die Autobahn.

Er konnte schließlich in einem Wohngebiet in Walkersdorf gestoppt werden, wie die Polizei Mittelfranken mitteilt.

Illegaler Hundeschmuggel: Zehn Malteser-Welpen transportiert

Im Auto saßen zwei rumänische Staatsangehörige im Alter von 21 und 40 Jahren. Darüber hinaus stießen die Kollegen im Fußraum unter dem Fahrersitz auf zwei kleine Welpen der Hunderasse „Malteser“, die augenscheinlich erst wenige Wochen alt waren. Die Hunde seien den Reisenden vor der Abfahrt geschenkt worden. Papiere für die Tiere hatten sie nicht bei sich. Da das Misstrauen der Kollegen geweckt war, nahmen sie das Auto nun genauer unter die Lupe und stießen auf acht weitere Welpen.

Die Tiere wurden sichergestellt und mussten den Rest der Nacht in der Zelle im Polizeiareal an der Schlesierstraße verbringen. Die tierlieben Kollegen besorgten in den wenigen Stunden noch schnell Futter und gaben den Welpen Wasser. Sie werden dem zuständigen Veterinäramt Ansbach übergeben und in einem Tierheim untergebracht, wo ihre ordnungsgemäße Versorgung sichergestellt ist.

Die Polizei geht zum derzeitigen Stand von einem illegalen Welpenschmuggel aus. Gegen die beiden Osteuropäer wurde jeweils ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz sowie das Tiergesundheitsgesetz eingeleitet. Da die beiden auch keinen aktuellen „COVID-19-Negativtest“ zur Einreise ins Bundesgebiet vorweisen konnten, kommt ein Bußgeldverfahren wegen einem Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz hinzu. Reinrassige Hunde der Rasse „Malteser“ können einen Wert zwischen 2.000 und 2.500 Euro pro Exemplar haben. Daraus ergibt sich ein Gesamtwert der Tiere zwischen 20.000 und 25.000 Euro.