Erst vergangene Woche hatte die Horst Brandstätter Group mit Sitz in Zirndorf (Kreis Fürth) bekanntgegeben, die bekannten Playmobil-Figuren künftig nicht mehr im Werk in Dietenhofen (Kreis Ansbach) zu produzieren. Wie die fränkische Unternehmensgruppe mitteilte, soll die Fertigung der Marke Playmobil samt Produktionsanlagen bereits bis Ende Juni komplett vom Standort Dietenhofen auf "andere Werke im bestehenden Produktionsnetzwerk" verlagert werden.
Ziel der Maßnahme sei es, "Effizienzpotentiale zu heben und Synergien innerhalb der Produktionsstruktur zu nutzen, um die Marke Playmobil nachhaltig wirtschaftlich stabil aufzustellen". Am Standort in Dietenhofen sollen zukünftig ausschließlich Produkte des Pflanzgefäße-Herstellers "Lechuza" gefertigt werden. Nach Angaben des Unternehmens sind rund 350 Beschäftigte von der Veränderung betroffen. Für die hat die Horst Brandstätter Group nun eine besondere Veranstaltung ins Leben gerufen.
Massiver Stellenabbau bei Playmobil in Dietenhofen - Veranstaltung soll Betroffene bei "Neuorientierung" unterstützen
Wie das fränkische Unternehmen am Montag (9. Februar 2026) mitteilt, soll für die von der geplanten Verlagerung der Playmobil-Produktion betroffenen Mitarbeiter eine eigene mehrtägige Jobbörse stattfinden. Ziel der Initiative ist es demnach, "die Beschäftigten frühzeitig und umfassend bei der beruflichen Neuorientierung zu unterstützten, um ihnen schnell und pragmatisch neue berufliche Perspektiven aufzuzeigen und den Übergang so sozialverträglich wie möglich zu gestalten". Die Jobbörse sei "ein wichtiger Baustein, um diesen Prozess aktiv voranzutreiben".
Die betroffenen Mitarbeiter haben demnach im Zuge der Veranstaltung die Möglichkeit, direkte Gespräche mit potentiellen Arbeitgebern zu führen und erste Kontakte zu knüpfen. Ein erster Termin sei für die Woche ab 23. Februar 2026 geplant. Nach Angaben der Horst Brandstätter Group haben bereits erste Unternehmen aus der Region ihr Interesse an einer Teilnahme signalisiert. Parallel dazu stehe die Unternehmensgruppe im engen Austausch mit der Agentur für Arbeit, um frühzeitig passende Unterstützungsangebote zu koordinieren. Auch die Errichtung einer Transfergesellschaft sei bereits in Gange.
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