Update vom 31.08.2023, Uhr: Drei Tote nach Unfall - Krankentransportwagen geriet in Gegenverkehr

Nach dem Verkehrsunfall mit drei Toten bei einem Zusammenstoß von einem Krankenwagen mit einem Auto in Mittelfranken hat die Polizei damit begonnen, die Fahrzeuge zu überprüfen. "Der Krankentransportwagen und das Auto wurden sichergestellt. Sie werden nun auf ihren technischen Zustand hin überprüft", sagte ein Sprecher der Polizei am Donnerstag (31. August 2023).

Bei einem Zusammenstoß zwischen dem Krankentransport und einem Auto bei Geslau (Landkreis Ansbach) sind am Mittwoch drei Menschen tödlich verletzt worden. Eine 89-jährige Patientin in dem Krankenwagen und die beiden 69 und 79 Jahre alten Insassen im Auto erlagen nach dem Zusammenstoß ihren schweren Verletzungen.

Der 22 Jahre alte Fahrer des Krankentransportwagens und seine 19 Jahre alte Kollegin kamen schwer verletzt in Kliniken. Ihr Zustand sei stabil, sagte der Sprecher. Sie konnten aber noch nicht befragt werden.

30.08.2023, Bayern, Geslau: Ein verunfallter Krankenwagen und Pkw stehen an der Unfallstelle auf einer Straße zwischen Geslau und Colmberg im mittelfränkischen Landkreis Ansbach. Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Krankenwagen und einem Auto bei Geslau in Mittelfranken sind am Mittwoch drei Menschen tödlich verletzt worden.
Foto: Höfig/NEWS5/dpa

Mehrere Menschen haben den Unfall den Angaben nach beobachtet. Demnach war der Krankentransportwagen aus bislang unklaren Gründen in den Gegenverkehr geraten. Er war demnach auf einer normalen Transportfahrt ohne Blaulicht und Martinshorn unterwegs. Der Unfall war laut Polizei am Nachmittag auf trockener Fahrbahn in einem Bereich ohne starke Kurven passiert. Das Bayerische Roten Kreuz (BRK) hatte nach dem Unfall mitgeteilt, dass die 89-Jährige in dem BRK-Wagen "vorschriftsmäßig auf einer Trage angeschnallt" gewesen sei. Zur Aufklärung des Unfallhergangs wurde ein Gutachter hinzugezogen.

Ursprungsmeldung vom 30.08.2023, 16.57 Uhr: Drei Menschen sterben bei Crash mit Krankenwagen - BRK äußert sich: "schrecklicher Unfall bewegt uns sehr"

Tödlicher Unfall zwischen Colmberg und Geslau: Im Landkreis Ansbach ist am Mittwoch (30. August 2023) ein Krankenwagen mit einem Auto zusammengestoßen. Dabei starben drei Menschen und zwei weitere wurden schwer verletzt. Die Polizei Mittelfranken berichtet.

Gegen 13.20 Uhr war die Besatzung eines Krankenwagens mit einer 89-jährigen Patientin auf der Staatsstraße 2250 in Richtung Colmberg unterwegs. Kurz nach der Kreuzung Richtung Binzwangen geriet der Krankenwagen aus bislang unbekannter Ursache in den Gegenverkehr und krachte in ein entgegenkommendes Auto. Mehrere vorbeifahrende Verkehrsteilnehmer verständigten den Polizeinotruf, leisteten Erste Hilfe und versuchten, Unfallopfer wiederzubeleben.

Tragischer Unfall bei Ansbach: Drei Tote - zwei Schwerverletzte

Durch die Wucht des Aufpralls verletzten sich beide Sanitäter im Krankenwagen schwer. Der 22-jährige Sanitäter und die 19-jährige Kollegin, die sich zum Zeitpunkt des Unfalls hinten im Wagen bei der Patientin aufgehalten hatte, wurden mit einem Rettungshubschrauber in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Für die 89-jährige Patientin sowie die beiden Fahrzeuginsassen des entgegenkommenden Autos (Fahrer, 69 und Beifahrerin, 79 Jahre) kam jede Hilfe zu spät. Die Frau erlag noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen, der Fahrer des Autos starb wenig später im Krankenhaus.

Der Krankentransportwagen gehört zum Bayerischen Roten Kreuz (BRK). Wie das BRK mitteilte, war die Patientin vorschriftsmäßig auf einer Trage angeschnallt. Laut BRK befanden sich die beiden Sanitäter am Mittwochabend nicht in Lebensgefahr. "Inmitten dieser Tragödie gilt unser Mitgefühl den Betroffenen und ihren Familien. Dieser schreckliche Unfall bewegt uns sehr", teilte ein BRK-Sprecher mit. "Wir sind auch in Sorge um den Zustand unserer Rettungskräfte, die infolge des Unfalls schwere Verletzungen erlitten haben".

Die Polizei in Rothenburg ob der Tauber hat Ermittlungen zu dem tödlichen Unfall aufgenommen. Hierbei wurden die Polizisten auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Ansbach von einem Unfallsachverständigen unterstützt. Die Straßenmeisterei sperrte unterdessen die Staatsstraße 2250 und leitete den Verkehr um.