Bei einer Verkehrskontrolle auf der A6 bei Neuendettelsau im mittelfränkischen Landkreis Ansbach sind der Polizei möglicherweise zwei mutmaßliche Agenten ins Netz gegangen. Das geht aus einer gemeinsamen Medieninformation der Generalstaatsanwaltschaft München, der Bayerischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) und des Bayerischen Landeskriminalamtes (BLKA) vom Donnerstag, 23. April 2026, hervor.
Den Behörden zufolge führt das Bayerische Landeskriminalamt nun unter Sachleitung der Generalstaatsanwaltschaft München umfangreiche Ermittlungen gegen zwei Beschuldigte wegen des Verdachts der Agententätigkeit zu Sabotagezwecken sowie des Verschaffens von falschen amtlichen Ausweisen.
Agententätigkeit? Zwei Männer auf A6 mit verdächtiger Ausrüstung gefasst
Laut Mitteilung fand die Autobahn-Kontrolle am Samstag, 12. April 2026, statt. Gegen 21.30 Uhr kontrollierten Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Feucht des Polizeipräsidiums Mittelfranken routinemäßig ein Auto mit lettischem Kennzeichen auf der Bundesautobahn 6 bei Neuendettelsau in Fahrtrichtung Waidhaus/Pilsen.
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Der gemeinsamen Medieninformation zufolge fanden die Einsatzkräfte bei den beiden Fahrzeuginsassen – einem 43-jährigen Ukrainer und einem 45-jährigen lettischen Staatsangehörigen – diverse verdächtige Gegenstände. Dabei handelte es sich unter anderem um gefälschte Ausweisdokumente, Kameras, eine Drohne, GPS-Tracker, Funkgeräte, mehrere Mobiltelefone und SIM-Karten.
Die Gegenstände wurden sichergestellt. Erst Ende Januar 2026 hatte die Polizei bei einer Verkehrskontrolle auf der A3 sprengstoffverdächtige Gegenstände entdeckt und zwei Personen festgenommen.
Haftbefehle erwirkt
Nach derzeitigem Ermittlungsstand bestehe der Verdacht, "dass die Tatverdächtigen im Auftrag einer Vereinigung bzw. einer Einrichtung außerhalb Deutschlands handelten", heißt es in der Medieninformation im Wortlaut.
Die Generalstaatsanwaltschaft München erwirkte gegen die Beschuldigten, die beide ohne festen Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland sind, Haftbefehle beim Amtsgericht München. Die Tatverdächtigen befinden sich derzeit in Untersuchungshaft in einer bayerischen Justizvollzugsanstalt. Den Behörden zufolge könnten aufgrund der laufenden Ermittlungen derzeit keine weiteren Auskünfte erteilt werden, es gelte die Unschuldsvermutung.
Kürzlich kam es auf der A6 bei Neuendettelsau zu einem Polizeieinsatz, als ein Fahrer durch gefährliche Überholmanöver auffiel und unter Drogeneinfluss stand.