• Im Landkreis Ansbach hat ein Wohnhaus gebrannt.
  • Die Feuerwehr spricht von einem "Totalschaden". 
  • Die Anwohner konnten sich rechtzeitig aus dem brennenden Haus retten.
  • Nun gibt es eine Spendeninitiative.

Nach einem Feuer am Dienstag im Landkreis Ansbach steht eine vierköpfige Familie vor dem Nichts. Auf "gofoundme" gibt es nun eine Spendeninitiative für die Brandopfer. 

Update vom 23.10.2020, 12.00 Uhr: "Es ist alles zerstört" - Spendeninitiative für Familie 

"Es gibt jetzt so viele Fragezeichen", sagt Andreas Nietzsche. Der 35-Jährige hatte sich und seine Familie am Dienstagmorgen aus dem brennenden Wohnhaus in Arberg (Kreis Ansbach) gerettet. Kurze Zeit zuvor brach im Kinderzimmer seines fünfjährigen Sohnes das Feuer aus. Ein Heizlüfter ist wohl für den "Totalschaden" verantwortlich, wie es von Seiten der Feuerwehr heißt. "Es ist alles zerstört", so Nitzsche zu inFranken.de.

Zahlreiche Erinnerungen, wie Fotoalben oder Ultraschallbilder, fielen den Flammen zum Opfer. "Wenn man auf einmal vor dem Nichts steht", sagt der Familienvater und erzählt, dass er in T-Shirt und Unterhose auf die Straße gerannt sei. Kurz zuvor hatte er noch Löschversuche unternommen, bei denen er verletzt wurde. Anschließend habe er den Notruf gewählt. 

Das Haus sei unbewohnbar, "verkohlt und verbrannt", jeglicher Besitz zerstört. Die Nachricht des Brandes in Arberg verbreitete sich schnell in der Gemeinde. Nach kurzer Zeit gab es die ersten Kleiderspenden. "Die Hilfsbereitschaft war sofort da", so der 35-Jährige. Diese zeigt sich nun auch bei einer Spendeninitiative. Der Familienvater veröffentlichte kurze Zeit nach dem Brand eine Kampagne auf der Plattform "gofundme". 29 Spender haben sich bereits gefunden, knapp 1400 Euro sind zusammengekommen (Stand: 23. Oktober 2020, 12.00 Uhr). Dass eine solche Summe niemals ausreichen wird, um das Wohnhaus sanieren zu können, ist auch Nietzsche klar. Allerdings sei er "unglaublich dankbar" über jede Hilfe. Hier können auch Sie für die geschädigte Familie spenden.

Der 35-Jährige hofft zudem auf Hilfe von Handwerkern oder Baumärkten. Es bestehe die Hoffnung, dass das Haus irgendwann "wieder bewohnbar" sei, so Nietzsche. Mittlerweile ist die vierköpfige Familie vorerst in einer Ferienwohnung im Umland untergekommen. Mit dabei: Zwei ihrer drei Katzen. Die beiden konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. "Die dritte Katze gilt bislang noch als vermisst", erzählt der Familienvater. Allerdings sei sie bereits von Bekannten im Ort gesichtet worden. Zudem habe er einen Wellen- sowie einen Mönchssittich aus den Flammen retten können, erzählt Andreas Nietzsche. Die Vögel seien nun bei Verwandten. "Die Tiere sind komplett verstört", ergänzt er. Für seine Kinder, die im Haus aufgewachsen seien, sei so wenigstens ein "Stück Zuhause" noch da.

In den kommenden Tagen stehen die Eltern vor viele organisatorischen Aufgaben. Neben herkömmlichen Dingen, wie Stifte oder Schulhefte für die Kinder, müsse er sich auch um Medikamente kümmern, ergänzt er. 

Der 35-Jährige hätte eigentlich einen Tag nach dem Brand eine ambulante Reha anfangen sollen. "Ich bin Berufskraftfahrer und hatte einen Arbeitsunfall Mitte Juni", sagt Nietzsche. Auch deshalb gestalte sich der mögliche Wiederaufbau des Wohnhauses schwierig. Umso mehr sei man nun auf Hilfe angewiesen, ergänzt er. "Wir hoffen auf ein Wunder, allein zu liebe der Kinder. Denn sowas mitzuerleben wünsche ich niemanden auf der Welt."

Erstmeldung vom 20.10.2020, 14.00 Uhr: Wohnhausbrand im Landkreis Ansbach

In Arberg im Ortsteil Großlellenfeld kam es am Dienstagmorgen (20. Oktober 2020) zu einem Brand in einem Wohnhaus. Wie das Polizeipräsidium Mittelfranken berichtet, brach das Feuer in einem Kinderzimmer aus.

Gegen 06.00 Uhr morgens wurde die integrierte Leitstelle über den Brand informiert. Als die Einsatzkräfte der Feuerwehr eintrafen, hatte sich alle vier Bewohner bereits aus dem Haus gerettet. Der 35 Jahre alte Familienvater hatte jedoch selbst versucht, das Feuer zu löschen und dabei eine leichte Rauchgasvergiftung erlitten. Auch der fünfjährige Sohn der Familie wurde leicht verletzt, beide mussten vom Rettungsdienst versorgt werden. Die Feuerwehr schaffte es zügig die Flammen zu löschen.

Der entstandene Schaden wird nach derzeitigem Kenntnisstand auf einen hohen fünfstelligen Betrag geschätzt. Die genaue Ursache für den Brand muss derzeit noch ermittelt werden.