Eine Befürchtung ist nun wahr geworden: Wie das Bezirksklinikum Ansbach am Mittwoch (13. Januar 2021) mitteilt, hat es in der Klinik einen Corona-Ausbruch gegeben. Nach aktuellem Stand sind 33 Patienten und 29 Mitarbeiter mit dem Virus infiziert - und das trotz strenger Hygienemaßnahmen und Maskenpflicht seit mehreren Monaten. 

"Auf welchem Weg der Virus den Weg in die Klinik gefunden hat, ist nicht nachvollziehbar", heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung. Menschen, die noch keine Symptome aufgrund der sogenannten Inkubationszeit aufwiesen, könnten das Virus in die Klinik gebracht haben.

Corona-Ausbruch: 1200 Menschen müssen nun schnellstmöglich getestet werden

Um das Ausbruchsgeschehen einzudämmen, wird derzeit mit dem Gesundheitsamt eine Reihentestung der Mitarbeiter und Patienten organisiert. Dabei handelt es sich um insgesamt 800 Mitarbeiter und 400 Patientinnen und Patienten. Die Testung soll allerdings innerhalb weniger Stunden stattfinden, um den aktuellen Stand genau erfassen zu können, heißt es. Deshalb wurde eine externe Firma beauftragt. 

Unabhängig von der Reihentestung wurde bereits die Testfrequenz im Bezirkskrankenhaus erhöht, die Impfung gestartet und der Einsatz von Personal optimiert. "In dieser schwierigen Situation sind die Strukturen und Prozesse, die wir zur Eindämmung der Pandemie in den Kliniken aufgebaut haben, von besonderer Bedeutung, weil diese uns ermöglichen schnell auf das aktuelle Geschehen zu reagieren. Besonderer Dank gilt zudem dem Gesundheitsamt für die konstruktive Zusammenarbeit,“ so Vorstand Dr. Matthias Keilen abschließend. 

Der Landkreis Ansbach verzeichnet aktuell 110 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Am Donnerstag (14. Januar 2021) hat es über 100 Neuinfektionen gegeben.