Das Sommerwetter in Bayern hält an - doch ungetrübten Badespaß gibt es längst nicht überall im Freistaat. Blaualgen in Badeseen machen einigen Gesundheitsämtern zu schaffen. So hat das Landratsamt Schweinfurt am 9. August eine Warnung ausgesprochen: In Unterfrankens größtem Badesee, dem Ellertshäuser See bei Üchtelhausen (Landkreis Schweinfurt), sind Blaualgen aufgetreten. Zwar hätten sich dadurch keine Gifte gebildet, teilte das Landratsamt mit, die Badewarnung bleibe jedoch zunächst weiter bestehen.

Untersagt hat auch die Stadt Kulmbach das Baden im See Kieswäsch. Im Fränkischen Seenland war nach Angaben des Landratsamts Weißenburg-Gunzenhausen seit Juli der Hahnenkammsee betroffen.

Blaualgen: Wo kann man noch jetzt noch baden?

Blaualgen wurden zudem im Goldbergsee bei Coburg, im Kleidersee bei Augsfeld, im Badesee in Breitengüßbach im Kreis Bamberg und im Baggersee in Kemmern festgestellt. Dort gelten Badeverbote. Laut Amanda Martin, Ansprechpartnerin für Gesundheitswesen im Landkreis Bamberg, kann man aber in den meisten Seen noch unbeschwert schwimmen, darunter die Seen in Baunach, Lisberg, Frensdorf, Heiligenstadt, Oberhaid, Ebing und Hirschaid. Da die Lage sich aber jederzeit ändern kann, lohnt es sich mit Sicherheit, sich vor dem Badeausflug über ein mögliches Badeverbot zu informieren. Möglich ist auch, dass ein erteiltes Badeverbot wieder aufgehoben wird, sobald die Algenkonzentration zurückgeht.

Wer mit Blaualgen verunreinigtes Wasser schluckt, reagiert möglicherweise mit Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Atemnot und Hautreizungen. Begünstigt wird die Ausbreitung von Blaualgen, wenn die Wassertemperatur steigt.