Nicht nur vom Ochsenkopf oder Schneeberg hat man eine wundervolle Aussicht über das umliegende Fichtelgebirge. Der Rudolfstein steht seinen Nachbarn in nichts nach. Besonders gut kann man von seinem Gipfel aus auf den Weißenstädter See blicken.

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Felsformation als Hexenwerk

Dank seiner speziellen Form war der Rudolfstein schon immer berühmt und berüchtigt. Denn im Mittelalter dachten die Menschen, dass nur Hexen den Steinen eine solche Form verleihen können. Doch die aufgeschichtete Form der flachen Felsblöcke kommt allein von der Witterung und ihren Folgen. Mehrere verschiedene Steine ragen um den Gipfel herum aus dem Boden. Manche können ohne eine Besteigungsanlage erklommen werden, andere sind mit einer solchen ausgestattet.

Auch hartes Gestein zeigt seine weichen Seiten

Granit ist wohl als eines der härtesten Gesteine bekannt, trotzdem kann es vorkommen, dass an weicheren Stellen das Wasser seinen Weg durch den Stein findet und ihn aushöhlt. Wenn das passiert, entstehen, wie auf dem Kreuzberg des Rudolfsteins, sogenannte Druidenschüsseln, in denen sich das Wasser sammelt.

Der Bergbau des Fichtelgebirges ist auch heute noch greifbar

Die Spuren der Vergangenheit des Fichtelgebirges können an den Berghängen des Rudolfsteins erahnt werden. Die sogenannten Pingen sind Zeugen des Zinnabbaus, der dem Fichtelgebirge in vergangenen Tagen zu Reichtum geführt hat. Heute machen die Pingen nur noch als Unebenheiten im Gelände auf sich aufmerksam. Doch sie haben es in sich. Denn dort kann man seltenes Leuchtmoos finden. Es reflektiert das einfallende Licht, leuchtet also nicht von selbst, ist aber trotzdem eine spannende Entdeckung auf dem Weg zum Gipfel.

 

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