Bis zum 30. April hatte die Regierung von Unterfranken dem Verein "Hessisch-Bayerische Sinntal-Kreuzbergbahn" Zeit gegeben, einen Pachtvertrag vorzulegen. Doch bis Mittwoch, Stand 16.15 Uhr, wartete Heiko Brückner, Sachgebietsleiter für Straßen- und Schienenverkehr, vergeblich. "Ich habe nichts", sagt er auf Nachfrage der Saale-Zeitung.

Das bedeutet, dass er im Mai die abschließende Stellungnahme an das Eisenbahn-Bundesamt ausarbeiten wird. Deren Inhalt: eine Zustimmung zum Rückbau der Gleise zwischen Jossa und Wildflecken, da kein langfristiges Verkehrsbedürfnis mehr vorliegt.

"Die Hessisch-Bayerische Sinntal-Kreuzbergbahn wird den Pachtvertrag heute unterzeichnen", lässt Vereinsvorsitzender Hermann Bulheller die Redaktion um Punkt 12.23 Uhr wissen. Er warte noch auf einige Dokumente.

Sollte der Vertrag tatsächlich noch eingehen, ändert das alles. Dann wird Brückner ebenfalls eine Stellungnahme abgeben, allerdings wird er sich dann gegen einen Rückbau der Schienen aussprechen müssen - trotz Fristüberschreitung. Es bleibt also weiter spannend.