Der 63-Jährige ist gemeinsam mit seinem Bruder Lutz von Thüngen in Weißenbach aufgewachsen, besuchte die Oberrealschule in Bad Brückenau und hat bis heute enge Verbindungen in die Region, obwohl er bereits seit 1977 das Freiherrlich von Thüngensche Domänenamt am Stammsitz der Adelsfamilie in Thüngen (Kreis Main-Spessart) leitet."Weißenbach ist so etwas wie meine natürliche Heimat", sagt Hans-Karl von Thüngen. Er besuche auch heute noch regelmäßig die Thüngensche Cent und den Altlandkreis Bad Brückenau. Ihm gehöre unter anderem das Gut Heilsberg zwischen Roßbach und Zeitlofs, bekannt ist er in der Region auch als Chef der Brauerei des "Herzog von Franken"-Bieres.

Aufbau Ost mitgestaltet

Seit 1980 engagiert sich Hans-Karl von Thüngen im Ausschuss Agrarstruktur der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft, 1994 wurde er Mitglied im Vorstand des Arbeitgeberverbandes für die Land- und Forstwirtschaft, seit 1999 ist er dort stellvertretender Vorsitzender. Auch im Vorstand der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau ist der 63-Jährige. Zudem leitete er seit 1996 den Ortsverband Thüngen im Bayerischen Bauernverband als Obmann.

Nach der Wende war Hans-Karl von Thüngen als Berater am Aufbau mehrerer Landwirtschaftsministerien in den neuen Bundesländern aktiv. "Ganz besonders wichtig ist es Ihnen, das Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Naturschutz auf eine kooperative Basis zu stellen", sagte Staatssekretär Gerhard Eck (CSU) bei der Übergabe des Ordens. Neben seinem Engagement in der Landwirtschaft arbeitet von Thüngen im Diakonischen Werk mit und vertritt seine Familie dort im Vereinsbeirat.