Wie das Polizeipräsidium Kassel berichtet, hatte der Mann am Rosenmontagnachmittag sein Appartement in einer Pension in Bad Bocklet verlassen, um sein Auto beim TÜV vorzustellen. Angehalten wurde er am Dienstagmittag in Kassel. In der Zwischenzeit hatte er eine Reise durch Bayern, Hessen und Niedersachsen hinter sich gebracht - und dabei mehrfach andere Verkehrsteilnehmer durch Fahrfehler und Beinahe-Unfälle auf sich aufmerksam gemacht.

In den frühen Morgenstunden des Faschingsdienstags war es deshalb zu einem Polizeieinsatz in Mittelhessen gekommen, die Beamten fanden aber das Fahrzeug nicht. Am Mittag war er einer Beamtin des Polizeikommissariates Hannoversch Münden (Niedersachsen) aufgefallen. Sie hegte den Verdacht einer Trunkenheitsfahrt und meldete sich bei der Einsatzzentrale.

Als eine Funkstreife das Fahrzeug schließlich stoppte, stellten die Beamten schnell fest, dass der Rentner zwar nüchtern, aber völlig orientierungslos ist. Nach Ermittlungen in Bayern wurden zwar Angehörige gefunden, diese waren aufgrund ihres Alters aber nicht in der Lage, sich um den Herrn zu kümmern. Daher verfügte das Gesundheitsamt eine vorläufige gesetzliche Betreuung. Die Polizisten brachten den 84-Jährigen in eine Klinik. Mit der Angelegenheit wird sich nun die Fahrerlaubnisbehörde beschäftigen.