Fast jeder Besucher kennt das Problem: Die Parkplatzsuche rund um das in Wohnbebauung eingebettete Kreiskrankenhaus kann leicht zur Geduldsprobe werden. Bislang gibt es eigentlich nur zwei Alternativen. Entweder einen längeren Fußmarsch in Kauf nehmen oder solange im Kreis um den Block fahren, bis ein Plätzchen frei wird. Mit der Anlage eines neuen Parkplatzes soll sich die Situation deutlich verbessern. Der soll in zwei oder drei Wochen zur Verfügung stehen, wie Kreisbaumeister Herbert Bötsch erklärte.

Klinik pachtet vom Landkreis

44 Stellplätze groß ist die Fläche, die etwas versetzt vis-à-vis des Haupteinganges liegt und auf der bis vor ein paar Monaten noch das Haus Wegmann stand. Nachdem die letzte Bewohnerin verstorben war, hatte der Landkreis das gesamte Areal erworben.
Bötsch erwartet sich von dem Parkraum eine deutliche Entlastung der Situation vor Ort. "Wenn auch", so meint er einschränkend, "das ganze Problem damit nicht gelöst wird." Die Zufahrt erfolgt über die Martin-Luther-Straße, die Einbahnstraßen-Führung leitet zur Ausfahrt in der Hedwig-Fichtel-Straße.
Nicht nur die autofahrenden Besucher können kaum erwarten, bis der Parkplatz eröffnet wird, auch Krankenhausgeschäftsführer Waldemar Hohm zeigt große Vorfreude. "Ich bin sehr glücklich darüber", sagt er im Gespräch mit dieser Zeitung. Zwar müssen noch einige Details geklärt werden, aber Hohm verrät schon soviel, dass die Kreisklinik den Parkplatz vom Landkreis pachten wird. Zu welchen Konditionen und wie er genau genutzt werden soll, werde derzeit noch verhandelt.
Grundsätzlich soll die Stellfläche aber für Besucher und Patienten, die zur ambulanten Behandlung kommen, zur Verfügung stehen, nicht aber für die Mitarbeiter der Klinik. Um zu verhindern, dass der Parkplatz auch von Autofahrern genutzt wird, die dort eigentlich nichts zu suchen haben, wird eine Schranke installiert. Geparkt werden darf dort nur am Tag und am Abend, zwischen 6 und 22 Uhr, nicht aber in der Nacht.

Frisches Grün wird angepflanzt

Gut 150 000 Euro kostet den Landkreis der Umbau der Fläche zum Parkplatz. Ein Teil des Geldes fließt auch in die Begrünung des Geländes, wie Bötsch erklärt, der zudem hofft, dass sich der zeitweise Unmut über den neuen Parkplatz in der Nachbarschaft etwas legen wird. Schließlich fielen zur Realisierung auch hohe Bäume der Motorsäge zum Opfer. "Das wird ordentlich eingegrünt", verspricht der Kreisbaumeister - "auch mit Solitärbäumen und Sträuchern." Gleichzeitig bittet er um etwas Geduld, weil es halt etwas Zeit brauche. "Wir haben eng mit den Nachbarn korres pondiert und sind auf sie zugegangen", sagt Landrat Thomas Habermann und zeigt Verständnis, dass angesichts der großen Veränderung im Wohngebiet auch kritische Stimmen laut geworden sind. Insgesamt habe es aber doch auch Verständnis für das Vorhaben gegeben. Zur Eröffnung werden die Nachbarn und die gesamte Bevölkerung eingeladen.