In seiner Besprechung der Werke aus der Edition Monika Beck Paris-Zweibrücken 1970 bezeichnet der künstlerische Leiter der Kleinen Galerie im Seniorenzentrum St. Elisabeth, Horst Kreutz, die abstrakten Kunstwerke als Schematisierungen einer Material- oder Zweckform in der Art eines ungegenständlichen Dekors oder als die zum Symbol entwickelte Geometrische Kunst".
"Das abstrakte Kunstwerk kann Gegenständliches in stark abgewandelter Gestaltung noch erkennen lassen", meint der Galerie-Leiter.
Jedem Stil liege eine visuell-gestalterische Ordnung zugrunde, die auch im grafischen Druck als dekoratives Kunstwerk zum Vorschein kommen könne. Grafiken dieser Art verzichten laut Kreutz weitgehend oder ganz auf gegenstandsbezogene Vorstellung, auf besondere Spannung zwischen Naturform und Kunstform.
So könne jeder Besucher während des intensiven Betrachtens der Grafiken seine eigene, individuelle Interpretation jedes einzelnen Kunstwerkes finden. Es lohne sich für jeden Kunst-liebhaber, der Ausstellung "Dekorative Grafiken" in der Kleinen Galerie einen Besuch abzustatten, um nicht nur beim flüchtigen Hinsehen, sondern mehr noch bei tieferer Betrachtung der Exponate der eigenen Fantasie freien Lauf zu lassen, sagt Kreutz.
Betrachtet werden können die Werke bis 10. März, täglich von 10 bis 18 Uhr.