Mit lauten Buh-Rufen und einem Pfeifkonzert haben die rund 300 Teilnehmer einer Demonstration für den Erhalt des Hallenbades auf dem Marktplatz die Befürworter des Abrisses begrüßt.
Diese hatten sich zuvor getroffen, um gemeinsam durch die Menge zum Rathaus zu gehen. Sie stellten sich am Eingang des Rathauses auf und ertrugen das Pfeifkonzert. "Ich wollte etwas sagen, aber es ging ja nicht", sagte Bürgermeister Helmut Blank (CSU) später. Seine Mitstreiter gingen nach und nach ins Rathaus, bis er allein auf dem Podium stand und mit "Judas"-Rufen bedacht wurde. Da sich der Rufer auf Bitte des Rathauschefs nicht zu erkennen gab, verließ Helmut Blank die Szenerie.

Mahnung des Vorsitzenden

Bei der Demonstration hatte der Vorsitzende des Vereins Bürgerbad Münnerstadt, Wolfgang Blümlein, immer wieder betont: "Wenn dieses Bad abgerissen wird, erhält Münnerstadt niemals wieder ein neues." Er rechnete vor, dass die Stadt kein Geld für das Hallenbad habe, sich aber den Luxus Kultourismus leiste. Uwe Kretzschmar, Vorsitzender der Wasserwacht Maßbach, hob die Bedeutung des Bades für die Lebensretter vor. Auch Rainer Kirch sprach sich für den Erhalt des Bades aus.

Persönliche Angriffe

Während Helmut Blank diese Demo als legitimes Mittel der Demokratie ansah, ist das bei Eintragungen des Bürgerbads in Facebook nicht der Fall. In mehreren Veröffentlichungen auf der Plattform waren er und seine Parteifreunde von der CSU angegriffen worden. "Das wird rechtliche Konsequenzen haben", sagte Helmut Blank gegenüber unserer Zeitung.