Schon länger beschäftigt sich der Riedenberger Gemeinderat mit dem Thema schnelles Internet für den Ort. Um die größtmögliche Förderung von 80 Prozent der Gesamtsumme zu erhalten, muss die Gemeinde insgesamt 17 Punkte abarbeiten.

Mit der Festlegung des sogenannten Kumulationsgebietes wurde in der letzten Gemeinderatssitzung Punkt zwei besprochen und beschlossen. Hierbei handelt es sich darum, in welchem räumlichen Umfang die Leistungen von 30.000 bis 50.000 MB erreicht werden sollen. Entsprechend dieses Radius wird der tatsächliche Ausbau mit Glasfaserkabel beziehungsweise Kupferleitungen ausgeführt.

Diskussionen um Größe des Versorgungsgebietes

Der für die Beratung zuständige Mitarbeiter des Landratsamtes forciert, das gesamte Gemarkungsgebiet Riedenbergs mit einzuschließen. Das war den Räten allerdings zu weitläufig. "Was nutzt es uns, die Kosten unnötig in die Höhe zu treiben, um möglichst viel von der 80 Prozent Förderung zu erhalten, wenn wir letztlich bei den von uns zu finanzierenden 20 Prozent schließlich mehr ausgeben, als wenn wir uns ausschließlich auf die optimalste Versorgung für das Ortsgebiet konzentrieren, wo ja die Leistung auch nur benötigt wird?", fragten sich die Räte. Im Naturschutzgebiet oder den Kernzonen brauche sicherlich niemand 50.000 MB, wenn dort gar nicht gebaut werden darf. Und das Berghaus sowie ein Haus in Neufriedrichsthal könne sicher über eine Funklösung versorgt werden, sollte sich dort der Bedarf ergeben, so die einhellige Meinung. Schritt 3 auf dem Weg zum schnellen Internet wird als nächstes die Bedarfsanmeldung der Gewerbetreibenden sein.

Mit Ernst Wolf und Norbert Hergenröder waren zwei der Riedenberger Feldgeschworenen auf der Sitzung zu Gast. Sie teilten mit, dass im Bereich oberhalb des Kinderdorfes sowie im Gebiet "Bienenhäuschen" Grenzsteine fehlen. Diese müssten schnellstmöglich ersetzt werden. Hierzu sollen nun zeitnah Vermessungen durchgeführt werden und über die Kosten mit dem Freistaat Bayern verhandelt werden.

Erhebliche Überschreitungen

Der Haushalt der Gemeinde Riedenberg hatte im vergangenen Jahr erhebliche Kostenüberschreitungen zu verzeichnen. Hauptlast hierfür trägt die Gewerbesteuerumlage in Höhe von 10.054 Euro. Zwar zeigten sich die Räte erfreut über erheblich höhere Einnahmen an Gewerbesteuer, doch hat dies auch zur Folge, dass die Gewerbesteuerumlage in gleichem Maße steigt.

Die weiteren Mehrausgaben sind durch höhere Stromkosten und Straßenbeleuchtungskosten begründet. Dies waren rund 2033 Euro. Der Unterhalt des Friedhofs kostete 1281 Euro mehr, der Bauhof benötigte 1492 Euro mehr Geld. Die Wasserversorgung schlug mit 1229 Euro Mehrkosten zu Buche. Für die Feuerwehrausstattung mussten rund 1064 Euro mehr berappt werden. 3458 Euro fielen für die Kläranlage an, die künftige DSL-Versorgung, für die zunächst kein Betrag im Haushalt vorgesehen war, forderte 5023 Euro.

Der Gemeinderat hatte trotz erheblicher Mehrausgaben keine Beanstandungen und genehmigten den Nachtragshaushalt einstimmig.
Insgesamt betrugen die Soll-Einnahmen der Jahresrechnung 2012 rund 1,95 Millionen Euro. Dem standen 1,92 Millionen Soll-Ausgaben gegenüber. Somit ergab sich ein Überschuss von genau 31.422 Euro und einem Cent. Bürgermeister Robert Römmelt (SPD) wurde die Entlastung erteilt.