Nach Schüssen in einem Wohngebiet in Offenburg (Baden-Württemberg) hat die Polizei einen toten Mann und eine schwer verletzte Frau gefunden. Die Frau sei in eine Klinik gebracht worden, in der sie kurze Zeit später ihren Verletzungen erlegen sei, teilte die Polizei mit. In der Nähe des Tatorts hätten die Einsatzkräfte eine Waffe gefunden.
Nach aktuellen Erkenntnissen besteht keine Gefahr für die Bevölkerung, wie die Beamten mitteilten. Wie jetzt bekannt wurde, kannten die beiden Toten sich. Demnach soll der 33 Jahre alte Tatverdächtige am Morgen erst seine Ex-Freundin und dann sich selbst erschossen haben. Bei der Frau handelt es sich den Angaben nach um eine 36-Jährige, die am Tatort wohnte. Sie wurde am Morgen zunächst schwer verletzt aufgefunden und starb später im Krankenhaus.
Zwei Todesopfer bei Schüssen in Offenburg - Mann in Hofeinfahrt gefunden
Zeugen hätten am Montagmorgen (6. Juli 2026) gegen 8.00 Uhr mehrere Schüsse gemeldet. Streifen seien nach den Notrufen zu der Örtlichkeit gefahren. Der tote Mann habe in der Hofeinfahrt eines Wohnhauses gelegen. Für die schwer verletzte Frau seien Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet worden. Rettungsdienst und Notarzt hätten die Frau zunächst versorgt, teilte die Polizei mit.
Laut Polizei war der 33 Jahre alte türkische Staatsangehörige nicht vorbestraft, den Behörden jedoch wegen Beleidigung und Stalking-Vorwürfen bekannt. Den Ermittlungen zufolge hatte er mit dem Opfer eine Beziehung, die vor mehreren Monaten beendet wurde. Im Anschluss an die Trennung soll es zu Nachstellungen und Beleidigungen gekommen sein.
"Keine Gefahr für die Bevölkerung" - Täter und Opfer hatten Vorbeziehung
Die Polizei geht davon aus, dass keine weiteren Menschen bei dem Vorfall anwesend waren. "Es besteht keine Gefahr für die Bevölkerung", betonte der Sprecher.
Offenburg liegt in Baden-Württemberg grob zwischen Freiburg und Karlsruhe nahe der Grenze zu Frankreich und ist eigenen Angaben zufolge mit über 62.000 Einwohnern die größte Stadt des Ortenaukreises.
Hinweis der Redaktion: Wir berichten für gewöhnlich nicht über Selbstmorde. Eine Ausnahme bilden Fälle von großem öffentlichen Interesse. Bei der Telefonseelsorge erreichst du unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 Hilfe in schwierigen, möglicherweise ausweglos erscheinenden Situationen. Innerhalb von Bayern kannst du dich alternativ unter der 0800-6553000 beim Netzwerk Krisendienste Bayern melden. Dort bekommst du rund um die Uhr qualifizierte Hilfe in psychischen Krisen und Notfällen. Unter www.frnd.de ("Freunde fürs Leben") findest du zudem weitere Informationen und Hilfsangebote.