Eine Pinkelpause kommt einen Mann aus Norddeutschland nun besonders teuer zu stehen. Er hatte damit nämlich einen Zug der Nordbahn zwischen Kiel und Eckenförde zur Notbremsung gezwungen. Davon berichtete die Bundespolizei Kiel am Freitag (12. Juni 2026).

Laut der Bundespolizei bemerkte die Triebfahrzeugführerin am Mittwochabend gegen 20.45 Uhr eine männliche Person im Gleisbett.

Mann pinkelt an Gleisbett - Lokführerin leitet Schnellbremsung ein 

Sie habe einen Achtungspfiff abgegeben und eine Schnellbremsung eingeleitet, heißt es weiter - der Mann sei daraufhin in sein Auto gestiegen und davongefahren.

Ein Zugbegleiter schaffte es laut Polizeibericht jedoch noch rechtzeitig, Fotos von dem Mann und seinem Auto samt Kennzeichen zu schießen. Damit konnte der Halter schnell ausfindig gemacht werden. Die Bundespolizei statte dem 25-Jährigen am nächsten Tag einen Besuch ab und konfrontierte ihn mit den Vorwürfen. 

Dabei räumte er ein, "zu dem Zeitpunkt dort einer Notdurft nachgegangen zu sein". Weitere Angaben machte er der Bundespolizei zufolge zunächst nicht, muss sich nun aber strafrechtlich wegen eines gefährlichen Eingriffes in den Bahnverkehr verantworten. Bei dem Vorfall sei aber niemand verletzt worden.