Schnee und Glätte haben in Teilen Frankens zuletzt abermals in diesem Winter für Chaos gesorgt.  Über 50 Unfälle allein in Unterfranken, eingestellter Busverkehr in Würzburg und kilometerlange Staus auf der A3: Die Bilanz des winterlichen Wetters ist ernüchternd. Kein Wunder, dass sich viele die Frage stellen, wann endlich Schluss mit den winterlichen Straßenverhältnissen ist.

Die gute Nachricht: Am Wochenende steht ein markanter Wetterumschwung bevor. Doch zunächst müssen sich besonders in Bayern die Autofahrer am Freitag, 20. Februar 2026, noch einmal auf erhebliche Schneefälle einstellen.

Wettervorhersage: Wann endlich Schluss mit der Glätte ist

Die Wettervorhersage für die kommenden zehn Tage verspricht einen dramatischen Umschwung. Während am Freitag noch Dauerfrost und gefrierender Regen die Straßen in Rutschbahnen verwandeln, steht bereits am Wochenende ein markanter Temperatursprung bevor.  

Besonders im Süden Bayerns müssen sich Autofahrer und Autofahrerinnen bis Freitagmittag auf erhebliche Schneefälle einstellen. Südlich der Donau rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit bis zu 15 Zentimetern Neuschnee, im Raum München mit bis zu 20 Zentimetern. In den Hochlagen der Alpen können laut dem Nachrichtenportal news.de sogar bis zu 40 Zentimeter zusammenkommen.

Die Meteorologen warnen vor entsprechend glatten Straßen und eingeschränkter Sicht. Wer aus dem Urlaub zurückkehrt oder zur Arbeit fährt, sollte deshalb Verzögerungen und Behinderungen einplanen. Wer nicht mit dem Auto unterwegs sein muss, sollte unnötige Fahrten vermeiden.

Temperatursprung und Frühlingsgefühle am Wochenende

Zum Winterspaziergang sollten sich die Menschen am Freitag noch warm anziehen. Die Höchsttemperaturen liegen "im niedrigen einstelligen Bereich oder verharren im leichten Dauerfrostbereich", sagte Tanja Egerer von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes. Laut Vorhersage wird es zwischen einem und fünf Grad, am Rhein bis zu sieben Grad warm. Im Westen ist der Himmel am Freitag wolkenverhangen und es ziehen laut Vorhersage Regenfälle auf. Im Rest von Deutschland können sich die Menschen teils auf mehr Sonne freuen.

In der Nacht zu Samstag wird aus dem Regen dann in manchen Regionen gefrierender Regen. Durch einen kräftigen Wind könne es etwas weniger glatt werden, hieß es. "Dennoch sollte man Vorsicht walten lassen und seine Fahrweise den örtlichen Bedingungen entsprechend anpassen", so der ADAC.

Die Temperaturen am Samstag liegen dann mit 7 bis 13 Grad im Westen etwas höher als am Freitag. Im Rest von Deutschland gibt es Werte zwischen 2 und 8 Grad. "Am Wochenende sind frostige Nächte dann kein Thema mehr und auch die Höchsttemperaturen haben etwas Vorfrühlingshaftes an sich", sagte Egerer. Am Sonntag wird es dann mit Höchstwerten zwischen 8 Grad am Bayerwald und 14 Grad in Unterfranken sehr mild. Es ist weiter immer wieder mit Regen zu rechnen, am Nachmittag und Abend voraussichtlich vom südlichen Franken bis nach Schwaben trocken mit Auflockerungen. Frischer Südwestwind mit starken bis stürmischen Böen ist gemäß DWD-Vorhersage zu erwarten.

Frühlingsgefühle nach dem Frost-Freitag: 10-Tage-Wettervorhersage für Franken

Zunächst herrschen in Franken noch winterliche Bedingungen, bevor ein deutlicher Temperaturanstieg folgt, wie Daten des Deutschen Wetterdienstes und Kachelmannwetter zeigen:

  • 20. Februar (Freitag): Temperaturen zwischen 1 und 5 Grad, zunächst Schneeregen möglich, ab Nachmittag von Westen Wolken und Regen, im Osten noch Sonne
  • 21. Februar (Samstag): 2 bis 8 Grad, bedeckt mit verbreitetem Regen, frischer Südwestwind mit starken Böen
  • 22. Februar (Sonntag): 8 bis 14 Grad, sehr mild, immer wieder Regen, nachmittags/abends im südlichen Franken trocken mit Auflockerungen, stürmische Böen
  • 23. Februar (Montag): 3 bis 9 Grad, bedeckt mit erneutem Regen
  • 24. Februar (Dienstag): 5 bis 11 Grad, wechselhaft mit Schauern, windig
  • 25. Februar (Mittwoch): 4 bis 9 Grad, zunehmend windig mit Regen und Dauerregen möglich
  • 26. Februar (Donnerstag): 6 bis 10 Grad, nass und windig, milder Südwestwind
  • 27. Februar (Freitag): 7 bis 12 Grad, weiterhin mild mit einzelnen Schauern
  • 28. Februar (Samstag): 5 bis 10 Grad, wechselhaft, einzelne Auflockerungen möglich
  • 1. März (Sonntag): 4 bis 9 Grad, teils bewölkt, einzelne Schauer

In seiner aktuellen Vorhersage erklärt auch der fränkischen Wetterexperte Stefan Ochs, wann es in Franken nach Schnee und Regen wieder warm wird.

Nasse Tage im Freistaat: 10-Tage-Wettervorhersage für Bayern

Für ganz Bayern zeichnet sich nach dem kräftigen Schneefall am Freitag eine deutliche Milderung ab. Die Wetterprognose des Deutschen Wetterdienst und dem Alpinportal Bergfex zeigen aber auch, dass kaum trockene Tage absehbar sind:

  • 20. Februar (Freitag): Im Alpenvorland zunächst noch leichter, an den Alpen mäßiger Schneefall, nördlich der Donau gering bewölkt, 1 bis 5 Grad
  • 21. Februar (Samstag): Ganztags bedeckt mit verbreitetem Regen, in Hochlagen Schnee, 4 bis 10 Grad, Tauwetter bis in mittlere Höhenlagen, stürmische Böen
  • 22. Februar (Sonntag): Weiterhin Regen, im südlichen Schwaben Auflockerungen möglich, 3 bis 14 Grad (regional sehr unterschiedlich), sehr mild, stürmische Böen
  • 23. Februar (Montag): Bedeckt mit erneutem Regen, 3 bis 9 Grad
  • 24. Februar (Dienstag): Wechselnd bewölkt mit Schauern, 4 bis 10 Grad, windig
  • 25. Februar (Mittwoch): Zunehmend windig mit Dauerregen, 5 bis 11 Grad, mild
  • 26. Februar (Donnerstag): Nass und windig, 6 bis 10 Grad
  • 27. Februar (Freitag): Weiterhin mild mit einzelnen Schauern, 7 bis 12 Grad
  • 28. Februar (Samstag): Wechselhaft, 5 bis 10 Grad
  • 1. März (Sonntag): Teils bewölkt mit einzelnen Schauern, 4 bis 9 Grad

Temperaturen zwischen minus 2 und plus 16 Grad: 10-Tage-Wettervorhersage für Deutschland

Deutschlandweit steht ein markanter Wetterumschwung bevor - vom Winter in Richtung Frühling:

  • 20. Februar (Freitag): Im Norden -2 bis 0 Grad mit Schneeregen und gefrierendem Regen möglich, im Westen 2 bis 6 Grad mit Regen, im Süden Schneefall
  • 21. Februar (Samstag): 2 bis 13 Grad (West deutlich milder als Ost), verbreitet Regen, in Hochlagen Schnee, windig mit starken Böen
  • 22. Februar (Sonntag): 8 bis 16 Grad, sehr mild und vorfrühlingshaft, immer wieder Regen, stürmische Böen möglich
  • 23. Februar (Montag): 3 bis 12 Grad, bedeckt mit Regen
  • 24. Februar (Dienstag): 4 bis 11 Grad, wechselhaft mit Schauern, windig
  • 25. Februar (Mittwoch): 5 bis 12 Grad, zunehmend windig mit Dauerregen, mild
  • 26. Februar (Donnerstag): 6 bis 11 Grad, nass und windig
  • 27. Februar (Freitag): 7 bis 13 Grad, weiterhin mild mit Schauern
  • 28. Februar (Samstag): 5 bis 11 Grad, wechselhaft
  • 1. März (Sonntag): 4 bis 10 Grad, teils bewölkt mit einzelnen Schauern

Erst gefrierender Regen, dann Tauwetter und Hochwassergefahr

Bis zum Vormittag am Freitag, 20. Februar, sind laut den Aussichten für Deutschland des Deutschem Wetterdienstes bis 5 Zentimeter, gebietsweise um 10 Zentimeter, vor allem in Staulagen der Mittelgebirge auch unwetterartige Mengen bis 20 Zentimeter Neuschnee in 6 Stunden möglich, wie der ADAC warnt. Entlang einer quer über Deutschland verlaufenden Luftmassengrenze kann es zu Eisregen, gefrierendem Regen oder Schneeregen kommen. Regional ist mit erheblicher Glätte zu rechnen.

Die Schneefallgrenze schwankt dabei großzügig zwischen 100 und 700 Meter (von Nordost nach Südwest ansteigend). Insbesondere über Teilen von Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und dem östlichen Niedersachsen schwanken die Temperaturen um den Gefrierpunkt, was den Niederschlag dort teils als Regen, teils aber auch als Schneeregen, gefrierender Regen oder Eisregen niedergehen lassen kann.

Der Temperatursprung zum Wochenende bringt nicht nur mildere Luft, sondern auch Gefahren mit sich. Die Werte können bis zum Start in die neue Woche auf bis zu 16 Grad ansteigen und die Temperaturen in den frühlingshaften Bereich führen. Starkes Tauwetter ist die Folge, wodurch die Wassermassen in die Täler abfließen. Ansteigende Flusspegel und regionale Überflutungen sind nicht auszuschließen. In einem separaten Artikel über die Hochwasserlage in Franken informieren wir regelmäßig über aktuelle Gefahrenmeldungen in der Region

Ausblick: Frühling klopft an

In Richtung Wochenende soll es in Bayern laut DWD deutlich milder werden, vielerorts ist dann mit Regen statt Schnee zu rechnen. Bei 4 bis 10 Grad kommt es zu Tauwetter bis in mittlere Höhenlagen der Alpen, begleitet von frischem Südwestwind mit starken bis stürmischen Böen. Nach dem turbulenten Wetterumschwung deutet sich für die kommenden Tage eine Wetterberuhigung an, auch wenn weiterhin mit wechselhaftem Wetter zu rechnen ist. Die atlantische Frontalzone bleibt wetterbestimmend, bringt aber zunehmend mildere Luftmassen nach Deutschland.

Der markante Umbau der Großwetterlage führt zu einem Temperatursprung und einem Hauch von Frühling. Während über einigen Teilen von Deutschland noch tiefstes Winterwetter herrscht, setzt sich auf dem Atlantik ein Prozess in Gang, welcher am Wochenende die Großwetterlage deutlich umstrukturiert.

Die Prognosen zeigen übereinstimmend: Der Winter verabschiedet sich zunächst, der Frühling macht sich bereit. Frostige Nächte sind ab dem Wochenende erst einmal kein Thema mehr. Aber: Da 10 Tage aus meteorologischer Sicht ein sehr langer Zeitraum sind, ist die Wetterprognose mit zunehmender Entfernung unsicherer und kann sich in den kommenden Tagen noch merklich ändern. sl/mit dpa