Nachdem zwei Männer bei der Ostereiersuche in Vaihingen an der Enz nordwestlich von Stuttgart ein Fläschchen mit der Aufschrift "Polonium 210" entdeckt haben, hat das Landeskriminalamt (LKA) die Ermittlungen übernommen. Sie werden in Kooperation mit dem Umweltministerium durchgeführt, erklärte ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Ludwigsburg.

Polonium 210 ist ein potenziell tödliches Strahlengift. Am Sonntagabend (5. April 2026) war noch unklar, welcher Stoff sich in dem Fläschchen befand. Das Umweltministerium transportierte das Kunststofffläschchen gesichert ab, wie die Polizei mitteilte. Das LKA äußerte sich zunächst nicht zu den Nachforschungen.

Ermittlungen nach Fund von Flasche mit "Polonium"-Aufschrift in Vaihingen

Die Feuerwehr schätzte das Fläschchen und den Inhalt am Sonntag aufgrund des Aussehens und des Gewichts als echt ein. Allerdings waren alle Messungen im Umfeld des Behältnisses negativ. Es sei keine Radioaktivität festgestellt worden. Die Männer seien unverletzt, sagte Kreisbrandmeister Andy Dorroch. Die beiden hatten das Fläschchen bei der Ostereiersuche im Garten entdeckt.

"Das Behältnis passt zum Stoff“, sagte Dorroch. "Der Stoff ist auch nicht irgendwie handschriftlich draufgekritzelt, sondern der ist sauber offiziell beschriftet." Zudem sei das Fläschchen mit geschätzten 200 Gramm Gewicht relativ schwer, was wiederum dazu passe, dass Polonium 210 ein relativ schwerer Stoff sei. "So dass wir schon davon ausgehen, dass es sich um den Stoff tatsächlich handelt."

Laut Polizei ist das Ministerium im Sinne der Gefahrenabwehr für die Analyse des Inhalts der kleinen Kunststoffflasche verantwortlich. Zudem müssen die Behörden klären, woher das Fläschchen stammt und wie es in den Garten am Ortsrand der 11.000-Einwohner-Kommune gelangt ist. Der Fund löste einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei aus. Die Feuerwehr war laut eigenen Angaben mit 138 Einsatzkräften und 41 Fahrzeugen vor Ort - darunter ein Strahlenschutzzug und Gefahrgutzug sowie einer Fachberaterin Strahlenschutz, die beruflich im Kernkraftwerk arbeitet, wie der Kreisbrandmeister sagte. 

Putin-Kritiker Litwinenko starb nach Polonium 210-Anschlag

Polonium ist ein chemisches Element mit hoher Radiotoxizität und daher sehr gesundheitsschädlich. Laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ist der Stoff vor allem dann gefährlich, wenn er eingeatmet oder über offene Wunden in die Haut aufgenommen wird. Der Kritiker von Kremlchef Wladimir Putin und frühere Geheimdienstoffizier Alexander Litwinenko starb 2006 in London nach einem Anschlag mit Polonium 210.

Ein Redakteur hat diesen Artikel unter der teilweisen Verwendung eines KI-Sprachmodells verfasst und/oder optimiert. Sämtliche Informationen wurden sorgfältig geprüft.

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