Die Spritpreise steigen vor dem Hintergrund der erneuten Eskalation im Iran-Konflikt immer schneller. Diesel verteuerte sich alleine von Dienstag auf Mittwoch im Tagesdurchschnitt um 6,2 Cent, wie aus Daten des ADAC hervorgeht. Das ist - abgesehen vom Ende des Tankrabatts - der höchste Tagessprung seit fast vier Monaten.
Im Tagesschnitt des Mittwochs kostete ein Liter Diesel 2,132 Euro. Binnen zehn Tagen hat sich der Kraftstoff damit um 18,6 Cent verteuert. Zudem hat er zum ersten Mal seit Mitte Mai Superbenzin der Sorte E10 überholt, das am Mittwoch 2,117 Euro pro Liter kostete. Auch E10 hat sich zuletzt deutlich verteuert - im Vergleich zum Dienstag um 3,4 Cent und binnen zehn Tagen um 10,1 Cent - aber nicht ganz so stark wie der als krisenanfälliger geltende Dieselkraftstoff.
Und die ersten Zahlen vom Donnerstag machen keine Hoffnung auf eine schnelle Wende. Im Gegenteil: Um 9.00 Uhr vormittags war Diesel um 4,6 Cent teurer als zum gleichen Zeitpunkt am Dienstag, E10 um 2,2 Cent. Wichtigster Treiber der Spritpreise dürfte der Ölpreis sein, der zuletzt deutlich zugelegt hat. Am Donnerstagmorgen war er allerdings relativ stabil.
Der ADAC hat die Spritpreise zuletzt als überhöht kritisiert. Wer vergleichsweise günstig tanken will, hat dazu am späten Vormittag die besten Chancen. Seit Einführung der 12-Uhr-Regel sind die Spritpreise dann in der Regel am niedrigsten.
Wer mit dem Auto auf dem Weg in den Urlaub ist, sollte sich zudem über die Preise in Ziel- und Transitländern informieren. Sie sind teilweise sehr viel niedriger als in Deutschland, in manchen Fällen aber auch höher.