Bald steht der Sommer vor der Tür und das heißt: weg mit dem hohen Gras im Garten. Jetzt wird wieder fleißig Rasen gemäht. Jedoch landen die Abfälle danach oft in der Biotonne. Viele wissen aber nicht, dass der Rasenschnitt eigentlich einen großen Nutzen im Garten hat.
Rasenschnitt enthält Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium, die für den Boden äußerst nützlich sind. Daher ist es sinnvoll, die Schnittabfälle weiterzuverwenden und so zu einem nachhaltigen Kreislauf beizutragen.
Rasenschnitt eignet sich perfekt als Dünger
Anstatt das Schnittgut in der Biotonne zu entsorgen, kann es einfach direkt auf der Rasenfläche verteilt werden. Der Vorteil hierbei ist, dass die Nährstoffe direkt an den Boden zurückgegeben werden. Am besten mulchen lässt es sich, wenn spezielle Mähroboter oder Mulchmäher zum Zerkleinern der Grashalme verwendet werden. So kann das feingehackte Gras ohne Probleme zwischen die Halme fallen und sich auf dem Boden absetzen, berichtet Ruhr24. Hobbygärtner aufgepasst: Der Rasen sollte mindestens einmal pro Woche gemäht werden, damit der Schnitt nicht überhandnimmt und die Wiese verfilzt, heißt es im Forum von hausgarten.net.
Auch als Dünger eignet sich der Rasenschnitt gut. Dafür einfach eine dünne Schicht im Beet oder unter Bäume und Sträucher verteilen. Der Schnitt schützt so den Boden vor Austrocknung und kann sogar den Wuchs von Unkraut hemmen. Besonders Pflanzen wie Tomaten und Gurken kommt dieser natürliche Dünger zugute, da diese einen hohen Bedarf an Nährstoffen haben.
Das Kompostieren des Rasenschnitts stellt ebenfalls eine geeignete Methode dar, um diesen weiterzuverwenden. Gerade bei großen Mengen Gras kann dies sehr nützlich sein. Um hierbei eintretende Fäulnis zu vermeiden, soll darauf geachtet werden, dass das frische Gras in dünnen Lagen antrocknet. Danach können Äste oder Holzhäcksel im Verhältnis von 2:1 hinzugemischt werden. Der Kompost sollte anschließend regelmäßig gewendet werden, um für ausreichend Sauerstoffzufuhr zu sorgen. Das Wenden verhindert auch unangenehme Gerüche, die entstehen können.
Kommt das Gras doch in die Biotonne, lass es vorher trocknen
Auch Hochbeete profitieren sehr von den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Rasenschnitts. Dieser kann demnach als Füllmaterial verwendet werden, indem es in die unteren Schichten des Beets gegeben wird. Neben der Funktion als Dünger kann das Schnittgut zudem zur Herstellung einer Pflanzenjauche verwendet werden. Hierfür einfach ein Kilo Rasenschnitt auf zehn Liter Wasser vermengen und fünf bis zehn Tage gären lassen. So entsteht ein nahrhafter Flüssigdünger.
Das Gras kann natürlich auch in der Biotonne oder der örtlichen Grünabfallsammelstelle entsorgt werden. Jedoch sollte darauf geachtet werden, dass es vor der Entsorgung trocken ist. So kann sichergestellt werden, dass keine Abfallreste beim Entleeren der Tonne kleben bleiben. Zusätzlich hilft auch ein Stück Pappe auf dem Tonnenboden.
Was jedoch auf gar keinen Fall gemacht werden darf, ist die Entsorgung in der Natur. Wird der Rasenschnitt verbotenerweise im Wald oder auf Wiesen abgeladen, drohen hohe Geldstrafen. Auch das Verbrennen des Schnittguts ist in den meisten Gemeinden verboten, da die entstehenden Rauchgase die Umwelt und Nachbarschaften unnötig belasten würden. Darum lieber weiterverwenden, als Strafen riskieren.