Die Luxusgüterindustrie hat einen schwachen Start ins Jahr erwischt. Die weltweiten Umsätze im ersten Quartal sanken um 3 bis 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie aus einer Studie der Unternehmensberatung Bain zusammen mit dem italienischen Luxusgüterverband Fondazione Altagamma hervorgeht.
Schon 2025 war der Markt für persönliche Luxusgüter leicht auf 358 Milliarden Euro geschrumpft. Es war der zweite Rückgang in Folge. 2026 rechnet die Studie trotz des schwachen Starts aber mit einem Wachstum auf 365 bis 373 Milliarden Euro. Nimmt man den weiter gefassten Begriff der Luxusausgaben, zu denen auch Reisen oder Erlebnisse zählen, geht es sogar um 1,44 bis 1,47 Billionen Euro. Im Vergleich zu 2025 würde dies eine Stagnation oder ein leichtes Wachstum bedeuten.
Der Luxus-Markt entwickelt sich derzeit allerdings je nach Region sehr unterschiedlich. Während es in Amerika einen deutlichen Anstieg gibt, zeigt China eine vorsichtige Erholung. Europa wiederum schwächelt - auch deswegen, weil in den ersten Monaten des Jahres deutlich weniger zahlungskräftige Kunden aus dem Ausland, insbesondere aus dem Nahen Osten, kamen. Hier gibt es aber Anzeichen für eine Verbesserung.
Gut läuft zurzeit Schmuck. Kosmetik, Lederprodukte und Schuhe stehen dagegen unter Druck.