In der Nacht auf Dienstag (21. Juli 2026) kam es unweit der fränkisch-thüringischen Grenze zu einem Großbrand mit heftiger Rauchentwicklung. Wie die Stadt Saalfeld (Thüringen) mitteilt, war auf einem Recyclinghof im Bereich Wöhlsdorf eine Halde mit Schreddergut in Brand geraten. Nach Angaben des Landratsamtes Saalfeld-Rudolstadt wurden deshalb gegen 1.23 Uhr sämtliche Feuerwehren aus der Umgebung zu einem Großeinsatz alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand demnach eine Fläche von etwa 50 mal 100 Metern in Flammen. Zeitweise waren rund 100 Feuerwehrleute im Einsatz.
Wegen der "erheblichen Rauchentwicklung" war bereits in den frühen Morgenstunden eine Warnung über das Modulare Warnsystem (MoWaS) herausgegeben worden. Die Bevölkerung wurde gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungen auszuschalten. In einem Umkreis von 30 Kilometern gelte auch weiterhin eine Bevölkerungswarnung zur Geruchsbelästigung. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe jedoch nicht.
Großbrand nahe fränkischer Grenze: Feuerwehrleute kämpfen seit Stunden gegen Flammen
Auch am Dienstagvormittag kämpfen die Einsatzkräfte der Feuerwehr noch immer gegen die Flammen. Aktuell werde das Schreddergut auseinandergezogen und abgelöscht. Um die Wasserversorgung sicherzustellen, wird demnach Wasser aus der Saale entnommen und mittels vier etwa 800 Meter langen Leitungen zur Brandstelle gefördert, sodass pro Minute 4000 Liter Wasser zur Brandbekämpfung aus den Rohren schießen. Nach Einschätzung der Einsatzleitung werden die Maßnahmen voraussichtlich bis in die späten Nachmittagsstunden andauern.
Saalfelds Vizebürgermeisterin Bettina Fiedler (CDU) machte sich gemeinsam mit Ordnungsamtsleiter Kai-Uwe Koch vor Ort ein Bild von der Lage. "Ich danke allen Einsatzkräften für ihre Anstrengungen und das schnelle, professionelle Handeln", so Fiedler. "Der unermüdliche Einsatz verdient höchsten Respekt."
Auch Landrat Marko Wolfram (SPD) sprach den Helfern seine ausdrückliche Anerkennung aus. "Mein herzlicher Dank gilt allen Einsatzkräften, die seit den frühen Morgenstunden unter schwierigen Bedingungen und mit großem Engagement an der Bewältigung dieses Einsatzes arbeiten", teilt Wolfram mit. "Ihr professionelles Handeln trägt maßgeblich dazu bei, den Brand unter Kontrolle zu bringen und die Bevölkerung zu schützen", so der Landrat. Erst vor wenigen Tagen war es auch in Nürnberg zu einem Großbrand gekommen.