In der Psychiatrie eines Berliner Krankenhauses wurde ein Patient mutmaßlich von einem anderen Patienten getötet. Zwischen den beiden Männern kam es am Sonntagabend (5. Juli 2026) gegen 23.10 Uhr aus bislang unerklärlichen Gründen zu einem Streit, teilte die Polizei mit. Der 26-jährige Mann verletzte den 65-jährigen Mann mit einem unbekannten Gegenstand tödlich am Oberkörper.

Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen. Er war erst am Sonntag mit der Diagnose Psychose eingeliefert worden, hieß es vom Vivantes Klinikum Neukölln. Laut dem Vivantes-Sprecher könnte die Tat mit einer zerbrochenen Tasse, die gefunden wurde, verübt worden sein. "Es gab keine Waffe", sagte er. Eingelieferte Patienten würden zum Eigen- und Fremdschutz durchsucht.

Tödlicher Streit unter Patienten in Berliner Klinik

Das Personal steht unter Schock, sagte der Vivantes-Sprecher weiter. Es wird von Psychologen betreut. Ein Reanimationsteam, das direkt vor Ort war, konnte nichts mehr tun.

Die 5. Mordkommission des Landeskriminalamtes (LKA) ermittelt wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts.

Fälle wie dieser, bei dem ein Patient einen anderen in einer psychiatrischen Klinik tötet, sind äußerst selten. Vor drei Jahren gab es einen Vorfall in der Suchtstation des Jüdischen Krankenhauses Berlin, bei dem ein Patient mit einem Messer in der Hand randalierte. Polizisten stoppten den 45-jährigen Mann im April 2023 mit zwei Schüssen, von denen er am Bein verletzt wurde.

 

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