Fans von Festivals, Konzertgänger und Musikliebhaber sehen sich immer häufiger mit immer weiter steigenden Ticketpreisen konfrontiert. Besonders in den letzten zehn Jahren haben sich die Preise für Konzertkarten bei zahlreichen Veranstaltungen verdoppelt oder sogar verdreifacht. Laut dem Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft ist allein seit der Corona-Pandemie der Ticketpreis im Schnitt um 30 Prozent gestiegen. Trotz der hohen Kosten erwartet Musikfans in Franken 2026 ein umfangreiches Angebot: Über 51 Festivals zwischen April und Oktober laden von Rock im Park bis zum Summer Breeze zu Live-Erlebnissen ein.

Verantwortlich für diese Entwicklung sind nach Angaben mehrerer Konzertveranstalter, Verbände und Tickethändler unter anderem höhere Gagen für Musiker, gestiegene Ausgaben beim Veranstaltungsaufbau sowie relativ niedrige Streaming-Einnahmen verschiedener Künstler. Welche weiteren Gründe eine Rolle spielen und wie ihr bei unterschiedlichen Events dennoch Geld sparen könnt, erfahrt ihr im weiteren Verlauf.

Höhere Ticketpreise durch gestiegene Künstlerkosten? Das steckt wirklich hinter den hohen Kosten 

Der wichtigste Grund für die gestiegenen Kosten im Konzert- und Festivalbereich ist laut Johannes Everke, dem Chef des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft, eine Veränderung in den Einnahmequellen der Musiker. "Grund dafür ist unter anderem, dass die Konzerte für die allermeisten Künstler zur Haupteinnahmequelle geworden sind, weil vom Streaming nur wenige stark profitieren", erklärt Everke. Trotzdem bleiben Live-Shows vor allem für bekannte internationale Popstars ein lukratives Millionengeschäft – was es für viele Fans schwer verständlich macht, weshalb die Ticketpreise so hoch sind.

Außerdem sind die Shows vieler Künstler aufwendiger geworden, wodurch auch die Kosten für das Personal erheblich gestiegen sind. Manche Live-Auftritte internationaler Acts benötigen inzwischen so viel Personal wie ganze Festivals. Zusätzlich sind die Preise für notwendige Bühnentechnik zur Sicherstellung hochwertiger Shows ebenfalls gestiegen, wobei insbesondere Installation und Wartung besonders teuer sind. Auch regionale Festivals investieren zunehmend in besondere Konzerterlebnisse: Der Hafensommer Würzburg 2026 beispielsweise bietet 17 Tage Live-Musik auf einer schwimmenden Bühne am Mainufer. Zusätzlich hätten gestiegene Risiken, beispielsweise durch das Wetter, zu höheren Versicherungsprämien geführt. Hinzu kommen gestiegene Risiken, beispielsweise durch das Wetter, die zu höheren Versicherungsprämien geführt hätten.

Ein Aspekt, der von Ticketportalen häufig nicht erwähnt wird, besteht darin, dass auch sie selbst beim Verkauf der Konzertkarten mitverdienen möchten. Deshalb kam es in der Vergangenheit immer wieder zu hohen Aufschlägen, wenn Tickets über Verkaufsportale, und nicht direkt beim Anbieter erworben wurden. Daneben gibt es einen wachsenden Wirtschaftstrend, der vor allem in den USA zunehmend kritisch gesehen wird: die sogenannte dynamische Preisgestaltung. Hierbei wird der Ticketpreis mithilfe von Algorithmen automatisch angehoben, wenn die Nachfrage steigt, und gesenkt, wenn sie fällt. Das hat zur Folge, dass ihr für ein Ticket deutlich mehr oder weniger als andere Konzertbesucher ausgeben könntet. So kann ein Ticket zum Verkaufsstart 100 Euro kosten, während es zu einem späteren Zeitpunkt durch dynamische Preisanpassung etwa für 500 Euro angeboten wird.

Günstigere Tickets bekommen: So könnt ihr bei Event- und Konzertkarten sparen 

In Deutschland können Besucher von Konzerten und Veranstaltungen häufig von verschiedenen Vergünstigungen profitieren. Besonders Auszubildende, Studierende und Rentner erhalten oft spezielle Rabatte. Auch als Inhaber von Kulturpässen oder ehrenamtlichen Nachweisen wie einer Juleica-Karte könnt ihr zusätzliche Ermäßigungen für Events deutschlandweit erhalten. Eine weitere Möglichkeit, Live-Musik ohne hohe Ticketkosten zu erleben, sind kostenlose "Umsonst und Draußen"-Festivals in Franken wie das Bardentreffen in Nürnberg oder das Kontakt-Festival in Bamberg.

Für kleinere Konzerte bietet es sich zudem an, einen Blick auf Reseller-Ticketseiten zu werfen, da dort gelegentlich preiswertere Karten verfügbar sind. Viele Menschen kennen die Situation, dass ein Termin nicht wahrgenommen werden kann und deshalb Tickets weiterverkauft werden sollen. Für solche Fälle eignen sich Reseller-Plattformen besonders gut. Aber Vorsicht: Gerade bei beliebten Veranstaltungen gibt es zahlreiche Personen, die aus dem begrenzten Ticketangebot Profit schlagen wollen. Sie kaufen Tickets, um sie später mit Preisaufschlag weiterzuverkaufen. Wir empfehlen deshalb ausdrücklich, niemals mehr als den Originalpreis für ein Eventticket zu zahlen, um solchen Betrugsmaschen vorzubeugen. 

Mit "Mein Abo+Vorteil" sparen: Als Print- oder Digital-Abonnent eines unserer Titel – Fränkischer Tag, Coburger Tageblatt, Bayerische Rundschau oder Saale-Zeitung – erhaltet ihr exklusiven Rabatt auf Tickets für ausgewählte Veranstaltungen in der Region*, solange das Kontingent reicht. Dafür müsst ihr bei Ticketkauf nur eure Abo- / Kundennummer angeben. Sollte das alles nicht helfen, empfiehlt es sich manchmal, Tickets direkt bei den Veranstaltungsorten zu kaufen, sofern das möglich ist, da hier meistens die Aufpreise der Ticketportale wegfallen. Bei dem AC/DC-Konzert im Münchner Olympiastadion im Jahr 2024 konntet ihr so im Durchschnitt beispielsweise 20 Euro pro Ticket sparen.

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