Deutschland ist fotografisch gesehen ein Land der Superlative. Kreideweisse Steilküsten, tiefblaue Alpenseen, dampfende Nebellandschaften, verwunschene Wälder, futuristische Stadtarchitektur und mittelalterliche Felsburgen – die Vielfalt der Motive ist schier überwältigend. Wer mit Kamera oder Smartphone auf Motivsuche geht, muss dafür nicht ins Ausland reisen.

Von der Nordseeküste bis zu den bayerischen Alpen, von der saarländischen Flusslandschaft bis in die sächsische Felsenwelt: Hier sind die 20 spektakulärsten Fotospots Deutschlands – für Hobbyfotografen ebenso wie für professionelle Bildgestalter. Zur besseren Übersicht haben wir die Fotospot-Tipps von Nord nach Süd sortiert, diese Anordnung stellt aber keine Wertung oder Rangfolge dar

Die beliebtesten 20 Fotospots Deutschlands: Die besten Ausflugstipps

Wer auf der Suche nach den besten Fotoausflügen Deutschlands ist, wird schnell merken: Fotospots und Ausflugsziele sind hier dasselbe. Die Kreidefelsen auf Rügen, die violette Weite der Lüneburger Heide, die mystischen Externsteine im Teutoburger Wald und die schroffe Natur der Sächsischen Schweiz laden ebenso zum Ausflug ein wie zur Landschaftsfotografie. Gleichzeitig begeistern Städte wie Frankfurt mit seinem Bankenviertel, Düsseldorf mit dem Medienhafen und Köln mit dem mächtigen Dom all jene, die Architekturfotografie und Stadtfotografie auf einem einzigen Ausflug erleben wollen.

Inspirieren lassen haben wir uns bei unserer Fotospot-Auswahl von ähnlich gelagerten Top-Listen echter Tourismus- beziehungsweise Foto-Profis: Dazu gehören unter anderem Reiseanbieter Dertour , der eine Übersicht der schönsten Fotospots in Deutschland zusammengestellt hat, und die Experten von Foto Erhardt, deren Blog von wunderschönen Foto-Spots in Deutschland berichtet. 

Die 20 beliebtesten Fotospots Deutschlands sind mehr als Motive: Sie sind Ausflugstipps für alle, die das Land neu entdecken wollen – mit der Kamera in der Hand, offen für Küste, Mittelgebirge, Wasserfall, Felsnadel und Stadtsilhouette. Hier beginnen die besten Fotoausflüge – und kein einziger gleicht dem anderen. Eine aktuelle Sehenswürdigkeiten-Analyse zeigt, dass ikonische Wahrzeichen wie das Brandenburger Tor oder der Kölner Dom zu den meistfotografierten Motiven Deutschlands zählen – mit Millionen von Aufrufen auf Social-Media-Plattformen wie Instagram und TikTok.

1. Pfahlbauten von St. Peter-Ording – wo das Meer zur perfekten Kulisse wird

Nordseeflair der besonderen Art wartet an der Küste von St. Peter‑Ording. Die charakteristischen Pfahlbauten am Strand – manche von ihnen trotzen bereits seit rund hundert Jahren den Gezeiten der Nordsee – sind das unverwechselbare Wahrzeichen dieses Küstenorts und gleichzeitig ein fotografisches Geschenk. Wie 22places.de berichtet, wurde die erste dieser Pfahlbauten bereits 1911 errichtet und diente anfangs gastronomischen Zwecken für die Badegäste. Bei Sonnenuntergang entfalten sie ihre größte Wirkung: Das Abendlicht blitzt zwischen den Pfählen auf, wirft lange Schatten über den Strand und taucht die gesamte Szenerie in goldenes Licht. Doch auch zu anderen Tageszeiten lohnt sich der Besuch – morgens, wenn die ersten Sonnenstrahlen auf die Häuser fallen und Strand und Meer noch im Halbdunkel liegen, entstehen ebenso stimmungsvolle Aufnahmen. Die besten Standpunkte sind die Badestelle Dorf/Süd sowie die Badestelle Bad.

Foto-Tipps für die Pfahlbauten von St. Peter-Ording

  • Adresse: Parkplatz Bad in St. Peter-Ording oder Dünenparkplatz in 25826 St. Peter-Ording (Link auf Google Maps)
  • Für Fans von maritimem Flair und Küstenlandschaft
  • Bester Fotospot: Badestelle Dorf/Süd und Badestelle Bad
  • Bester Zeitpunkt: Schöne Bilder sind zu praktisch jeder Tageszeit möglich, besonders stimmungsvoll ist es aber bei Sonnenuntergang.
  • Technik-Tipp: Auf gerade Horizontlinien achten – Meer waagerecht, Pfahlbauten senkrecht dazu

2. Kreidefelsen auf Rügen – Ostsee-Drama in Weiß und Blau

Schroff, weiß und von zeitloser Schönheit: Die Kreidefelsen vor Sassnitz auf der Insel Rügen gehören zu den bekanntesten Naturmotiven Deutschlands. Steil brechen die weißen Wände bis zu 118 Meter aus dem spiegelglatten Wasser der Ostsee heraus, bekrönt von dichten Laubwäldern, die bis zur Abbruchkante heranreichen. Im Morgenlicht leuchten die Abbrüche in warmen, kräftigen Farben; nachmittags hingegen kommt das strahlende Weiß der Felsen zur Geltung und bildet einen starken Kontrast zum Grün der Bäume. Der berühmteste Aussichtspunkt befindet sich im Nationalpark Jasmund, einem UNESCO-Weltnaturerbe – der Königsstuhl ist das markanteste Felsgebilde. Wer das magische Licht der Morgendämmerung einfangen möchte, sollte den Wecker früh stellen, denn in dieser Stunde liegt die Welt in einem Licht, das vollkommen anders ist als alles, was später am Tag folgt.

Foto-Tipps für die Kreidefelsen auf Rügen

  • Adresse: Nationalpark-Zentrum Königsstuhl, Stubbenkammer, 18546 Sassnitz (Link auf Google Maps)
  • Für Fans von Naturlandschaft, Küstenfotografie und dramatischen Perspektiven
  • Bester Fotospot: Aussichtsplattform am Königsstuhl mit Blick auf die Steilküste
  • Bester Zeitpunkt: frühmorgens vor dem direkten Sonnenlicht oder am Nachmittag, wenn das Weiß der Felsen am stärksten leuchtet.
  • Technik-Tipp: Polarisationsfilter verstärkt das Weiß der Felsen und das Blau des Wassers

3. Lüneburger Heide – wenn die Landschaft im Lila-Rausch erblüht

Von Spätsommer bis in den frühen Herbst hinein verwandelt sich die Lüneburger Heide in ein Meer aus Rosa und Purpur. Wenn die Besenheide aufblüht, erstreckt sich das Farbspektakel über Hunderte von Quadratkilometern – ein Anblick, der an kein anderes Naturphänomen in Mitteleuropa erinnert. Wer dieser einzigartigen Landschaft fotografisch gerecht werden will, achtet auf kontrastreiche Details: Ein einzelner Baum, ein mäandernder Pfad oder eine Schafherde, die sich vor der lila Farbfläche abzeichnet, verleihen der Aufnahme Tiefe und einen klaren Blickfang. Dem Foto-Erhardt-Blog zufolge ist es besonders empfehlenswert, auf kontrastierende Details zu achten, die der Heidelandschaft mehr Tiefe verleihen. Der Naturpark Lüneburger Heide, mit seinen gut ausgeschilderten Wanderwegen, bietet zahllose Standpunkte für unvergessliche Aufnahmen.

Das autofreie Naturschutzgebiet rund um den Wilseder Berg gilt dabei als Herzstück der Region – ein Umstand, der die Lüneburger Heide zu einer der bemerkenswertesten Naturlandschaften ganz Mitteleuropas macht.

Foto-Tipps für die Lüneburger Heide

  • Adresse: Naturpark Lüneburger Heide, Eingang z. B. bei Bispingen oder Wilsede, Landkreis Heidekreis (Link auf Google Maps)
  • Für Fans von Naturlandschaft, Weitwinkel-Fotografie und stimmungsvollen Farblandschaften
  • Bester Fotospot: Rund um Wilsede mit Blick über die offene Heidelandschaft
  • Bester Zeitpunkt: Mitte August bis Mitte September, wenn die Heide in voller Blüte steht.
  • Technik-Tipp: Kontrastierende Elemente wie einzelne Bäume oder Tiere als Bildanker nutzen

4. Spreewald in Brandenburg – stille Kanäle wie gemalt

Natürliche Verzweigungen, stille Kanäle und dichte Laubwälder: Der Spreewald im südöstlichen Brandenburg, auf Sorbisch "Blóta" genannt, ist ein an Tradition und Naturschönheit reiches Biosphärenreservat. Rund 970 Kilometer Wasserläufe, die sogenannten "Fließe", durchziehen die Niederung und bieten unzählige Perspektiven für die Landschafts- und Naturfotografie. Spiegelflächen, moosige Ufer, alte Holzbrücken und das schimmernde Grün der Baumkronen über dem Wasser schaffen Bilder, die an Gemälde erinnern. Erkunden lässt sich das Revier auf eigene Faust mit dem Kanu oder auf geführten Fahrten mit dem traditionellen Spreewald-Ausflugskahn – Letzteres erlaubt es, sich ganz auf die Kamera zu konzentrieren.

Wer das Biosphärenreservat auf eigene Faust erkunden möchte, kann zwischen Paddelboot und Fahrrad wählen; wie eine Übersicht attraktiver Deutschland-Reiseziele bestätigt, zählt der Spreewald mit seinem einzigartigen Kanalnetz zu den beliebtesten Ausflugszielen des Landes.

Foto-Tipps für den Spreewald

  • Adresse: Kahnhafen Lübbenau, 03222 Lübbenau/Spreewald (Link auf Google Maps)
  • Für Fans von Wasserlandschaften, Naturfotografie und idyllischen Spiegelungen
  • Bester Fotospot: Auf dem Wasser – von einem Kanu oder Ausflugskahn aus inmitten der Fließe
  • Bester Zeitpunkt: Frühling und Herbst für besondere Lichtstimmungen und Farben.
  • Technik-Tipp: Flaches Licht der frühen Morgenstunden erzeugt traumhafte Reflexionen auf den Wasseroberflächen

5. Brandenburger Tor in Berlin – Deutschlands ikonischste Fotokulisse

Kaum eine Architektur in Deutschland wird häufiger fotografiert als das Brandenburger Tor. Das neoklassizistische Monument, 1791 fertiggestellt und einstmals Zeuge der deutschen Teilung, ist heute das bekannteste Wahrzeichen der Hauptstadt und eines der beliebtesten Fotomotive Europas. Besonderen Charme entfaltet es am frühen Abend, wenn die tief stehende Sonne hinter dem Bauwerk aufblitzt und die Quadriga auf dem Dach in warmem Gegenlicht strahlt. Wer sich so positioniert, dass die Sonne gerade noch am Rand des Tors vorbeischeint, vermeidet ein überstrahltes Bild und macht die Sonnenstrahlen selbst zum Teil der Komposition. Laut dem Foto-Erhardt-Blog versprüht das Brandenburger Tor besonders am frühen Abend besonderen Charme, wenn die tief stehende Sonne hinter dem Bauwerk hervorblitzt. Auch die Innenansicht der Säulenreihen und die umgebende Pariser-Platz-Fläche bieten reizvolle Bildgestaltungsmöglichkeiten.

Foto-Tipps für das Brandenburger Tor

  • Adresse: Pariser Platz, 10117 Berlin (Link auf Google Maps)
  • Für Fans von Architekturfotografie, historischen Motiven und Lichtspielereien
  • Bester Fotospot: Straße des 17. Juni mit Blick auf das Tor bei Gegenlicht; Innenseite der Säulenreihen
  • Bester Zeitpunkt: Früher Abend mit tief stehender Sonne; auch nachts mit Beleuchtung eindrucksvoll.
  • Technik-Tipp: Gegenlicht-Position wählen und Sonnenstrahlen bewusst ins Bild integrieren

6. Beelitz-Heilstätten bei Berlin – schaurig schöner Lost Place zum Fotografieren

Ein völlig anderes Erlebnis verspricht dieser Fotospot südwestlich von Berlin: Die Beelitz-Heilstätten sind ein seltenes Beispiel für einen Lost Place, der offiziell zugänglich und begehbar ist. Bereits ab 1898 errichtet, dienten die Gebäude als bedeutendes Heil- und Krankenhauszentrum – nach zwei Weltkriegen und der Insolvenz des Betreibers im Jahr 2001 übernahm die Natur die Kontrolle. Dertour zufolge lässt sich heute unter anderem die Alte Chirurgie besichtigen, die nach dem Zweiten Weltkrieg als sowjetisches Militärhospital diente, sowie das spektakuläre Alpenhaus, das 1945 ausbrannte und inzwischen einen vollständigen Wald auf seinem Dach trägt. Die Mischung aus alter Krankenhausarchitektur und zurückerobernder Vegetation erzeugt eine schaurig-faszinierende Atmosphäre, die kein Studiokonzept ersetzen könnte. Seit einigen Jahren führt außerdem ein Baumkronenpfad über das Gelände und ermöglicht so ganz neue Perspektiven von oben.

Foto-Tipps für die Beelitz-Heilstätten

  • Adresse: Baumkronenpfad Beelitz-Heilstätten, Straße nach Fichtenwalde 4, 14547 Beelitz (Link auf Google Maps)
  • Für Fans von Lost Places, Industrieromantik und atmosphärischer Stimmungsfotografie
  • Bester Fotospot: im Alpenhaus oder in der Alten Chirurgie
  • Bester Zeitpunkt: Frühling bis Herbst, wenn das Areal grün bewachsen ist.
  • Technik-Tipp: Dunkle, nostalgische Filtereffekte unterstreichen die besondere Atmosphäre des Ortes

7. Externsteine im Teutoburger Wald – mystische Felsen mit jahrhundertealtem Geheimnis

Seit Jahrhunderten umgibt die Externsteine ein Hauch von Geheimnis. Die mächtige Gruppe bizarr geformter Sandsteinsäulen erhebt sich nahezu frei stehend aus dem Wald des Teutoburger Waldes bei Horn-Bad Meinberg in Nordrhein-Westfalen und stellt eines der markantesten Naturdenkmäler Deutschlands dar. Verwitterung und Erosion haben den Felsen über Jahrmillionen ihre einzigartige, fast surreal anmutende Gestalt verliehen. Eingebettet in bewaldete Hänge und spiegelnde Wasseroberflächen bietet das Naturdenkmal vor allem im Gegenlicht des frühen Morgens und in den Abendstunden dramatische Bildkompositionen. Die Sandsteinsäulen, teilweise mit in den Fels gehauenen Treppen und mittelalterlichen Reliefs versehen, liefern dabei sowohl als Nahaufnahme als auch in der Totalen überzeugende Motive.

Foto-Tipps für die Externsteine

  • Adresse: Parkplatz Externsteine, Externsteine 5, 32805 Horn-Bad Meinberg (Link auf Google Maps)
  • Für Fans von Naturfotografie, Geologie und mystischen Stimmungen
  • Bester Fotospot: Am Wiehenteich mit Blick auf die Felsgruppe und deren Spiegelung im Wasser
  • Bester Zeitpunkt: früh morgens oder abends für dramatisches Seitenlicht.
  • Technik-Tipp: Gegenlichtstimmung und Wasserreflexion im nahegelegenen Teich kombinieren

8. Kölner Dom – gotisches Meisterwerk und unbestrittener Klassiker der Stadtfotografie

Das gotische Meisterwerk, dessen Bau sich über mehr als 600 Jahre erstreckte, gilt als beliebtestes Fotomotiv der Rheinmetropole und ist gleichzeitig UNESCO‑Weltkulturerbe. Die beiden 157 Meter hohen Türme prägen die Kölner Skyline und lassen sich vom gegenüberliegenden Rheinufer aus in ganzer Pracht einfangen. Auch die Kombination mit der Hohenzollernbrücke im Vordergrund – besonders abends, wenn Schlösser, Lichter und Brückenstreben im Abendrot glänzen – ist ein fotografischer Klassiker. Wie der Foto-Erhardt-Blog betont, bietet die Kathedrale auch im Innenbereich spektakuläre Motive. Ebenso lohnt sich ein Blick ins Innere: Das mittelalterliche Kirchenschiff mit seinen farbenprächtigen Maßwerkfenstern, dem Chorgestühl und dem Dreikönigenschrein bietet spektakuläre Innenraum-Motive.

Foto-Tipps für den Kölner Dom

  • Adresse: Domkloster 4, 50667 Köln (Link auf Google Maps)
  • Für Fans von gotischer Architektur, Stadtfotografie und Nachtaufnahmen
  • Bester Fotospot: Deutzer Brücke oder Rheinufer Deutz mit Dom und Hohenzollernbrücke im Bild
  • Bester Zeitpunkt: Blaue Stunde nach Sonnenuntergang für die Kombination aus Lichtern und Abendhimmel.
  • Technik-Tipp: Dom und Brücke im Weitwinkel einfangen; Stativ für Langzeitbelichtungen empfehlenswert

9. Medienhafen Düsseldorf – Gehry-Architektur als Spielwiese für Architekturfotografen

Futurismus trifft auf Rheinpanorama: Der Medienhafen in Düsseldorf gehört zu den architektonisch aufregendsten Stadtvierteln Deutschlands. Ende der 1990er Jahre entstanden hier am ehemaligen Industriehafen drei spektakuläre Gebäude des Star-Architekten Frank Gehry – die spiegelnden, verformten Fassaden des "Neuen Zollhofs" bieten Symmetrie-Fans und Architekturfotografen eine schier unerschöpfliche Motivquelle. Reflexionen, Verzerrungen und unerwartete Fluchtlinien lassen sich hier zu Bildern zusammensetzen, die mehr nach zeitgenössischer Kunst als nach Städtefotografie aussehen. Auch bei Nacht entfaltet das Viertel seinen ganz eigenen Reiz, wenn die Lichter der Hafenanlagen auf dem Rhein tanzen.

Foto-Tipps für den Medienhafen Düsseldorf

  • Adresse: Neuer Zollhof, Neuer Zollhof 1–3, 40221 Düsseldorf (Link auf Google Maps)
  • Für Fans von moderner Architektur, Symmetrie und Reflexionsfotografie
  • Bester Fotospot: Vor den Gehry-Bauten des Neuen Zollhofs mit Blick auf die spiegelnden Fassaden
  • Bester Zeitpunkt: abends und nachts für spektakuläre Lichtreflexionen auf dem Rhein.
  • Technik-Tipp: Spiegelnde Fassaden für ungewöhnliche Kompositionen und Reflexionen nutzen

10. Hängeseilbrücke Geierlay – Nervenkitzel und spektakuläre Fotos garantiert

Nervenkitzel und spektakuläre Fotomotive gehen an der Hängeseilbrücke Geierlay eine perfekte Verbindung ein. Mit 360 Metern Länge überspannt die Brücke im Hunsrück ein tief eingeschnittenes Bachtal. Dertour zufolge ist das Resultat auf Fotos ebenso imposant wie das Erlebnis vor Ort – und das unabhängig von der Jahreszeit: Ob das Tal sommerlich grün schimmert, sich im Herbst bunt färbt oder winterlichen Schnee trägt, die Kulisse überzeugt immer. Als Ausgangspunkt dient das Besucherzentrum Geierlay; von dort ist die Brücke in etwa 25 Minuten zu Fuß erreichbar. Die besten Bilder entstehen entweder vom Mörsdorfer Ende der Brücke aus oder von ihrer Mitte, wo sich ein eindrucksvoller Blick ins Bachtal bietet. Wer möchte, kombiniert den Besuch mit einem Abstecher zur nahegelegenen Burgruine Balduinseck.

Foto-Tipps für die Hängeseilbrücke Geierlay

  • Adresse: Besucherzentrum Geierlay, 56290 Mörsdorf (Link auf Google Maps)
  • Für Fans von Landschaftsfotografie, Höhenmotiven und spektakulären Weitblicken
  • Bester Fotospot: Mörsdorfer Ende der Brücke mit Blick auf die gesamte Brückenspannweite
  • Bester Zeitpunkt: Zu jeder Jahreszeit schön, bevorzugt unter der Woche bei weniger Besucherandrang.
  • Technik-Tipp: Weitwinkel-Objektiv nutzen, um die gesamte Brücke einzufangen; im Morgen- oder Abendlicht wirkt sie besonders stimmungsvoll

11. Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel – ein ganzes Märchenreich voller Fotospots

Wer mehrere Fotospots auf einmal erleben möchte, ist im UNESCO-Welterbe Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel bestens aufgehoben. Die Anlage, über 150 Jahre hinweg von den Landgrafen und Kurfürsten von Hessen-Kassel gestaltet, vereint auf einem einzigen Areal Wasserkaskaden, Seen, Brücken, ein gewaltiges Aquädukt, eine als Burgruine konzipierte mittelalterliche Burg, eine verwunschene Grotte und ein prächtiges Schloss. Das unbestrittene Highlight sind die Wasserspiele: Allein durch die Kraft der Schwerkraft wird Wasser aus einem Speichersee über Treppen, unter Brücken und ein Aquädukt geleitet – ein rund 90-minütiges Spektakel, dessen großes Finale eine etwa 50 Meter hohe Fontäne vor dem Jussow-Tempel bildet. Clever dabei: An jeder Station bleibt etwa zehn Minuten Zeit für das perfekte Foto, bevor es weitergeht. Wie Dertour berichtet, lohnen abseits der Wasserspiele auch das klassizistische Schloss Wilhelmshöhe, die Löwenburg sowie die mystisch wirkenden Neptun- und Pluto-Grotten als eigenständige Fotokulissen.

Foto-Tipps für den Bergpark Wilhelmshöhe

  • Adresse: Parkplatz am Herkules, Schlosspark 1, 34131 Kassel (Link auf Google Maps)
  • Für Fans von Parklandschaft, Wasserfällen und historischer Gartenarchitektur
  • Bester Fotospot: Unterhalb der Teufelsbrücke mit schrägem Blick auf die Brücke während der Wasserspiele
  • Bester Zeitpunkt: An Wochentagen zu jeder Jahreszeit; Wasserspiele finden nur an bestimmten Tagen statt.
  • Technik-Tipp: Stativ für die Wasserspiele mitbringen und lange Belichtungszeit wählen, um das Wasser weich fließen zu lassen

12. Bankenviertel Frankfurt – Deutschlands Mini-Manhattan für Architekturfans

Hochhäuser, Glasfronten, Stahl und Beton – Frankfurts Bankenviertel versprüht den unverkennbaren Charme einer nordamerikanischen Metropole, ist dabei aber mitten in Deutschland zu finden. Architekturfotografen und Liebhaber kühler Geometrie kommen hier voll auf ihre Kosten: Fassaden-Reflexionen, steile Fluchten zwischen den Türmen, Kontraste zwischen historischen Gebäuden und Glas-Stahl-Konstruktionen und die Skyline selbst – von der anderen Seite des Mains aus fotografiert – bieten ein breites Motivspektrum. Auch nachts hat das Viertel seinen eigenen Reiz, wenn die Bürotürme beleuchtet und die Straßen ruhig sind.

Foto-Tipps für das Bankenviertel Frankfurt

  • Adresse: Bankenviertel, 60311 Frankfurt am Main, Zugang z. B. über den Willy-Brandt-Platz (Link auf Google Maps)
  • Für Fans von Stadtfotografie, Architekturfotografie und geometrischen Kompositionen
  • Bester Fotospot: Sachsenhäuser Ufer gegenüber der Skyline, besonders abends mit Spiegelung im Main
  • Bester Zeitpunkt: Blaue Stunde am Abend oder nachts, wenn die Türme leuchten.
  • Technik-Tipp: Für die Skyline einen Standpunkt am Südufer des Mains wählen, Weitwinkel einsetzen

13. Saarschleife bei Mettlach – das schönste Flussbett Deutschlands aus der Vogelperspektive

Im äußersten Westen des Saarlandes, unweit der Grenzen zu Luxemburg und Frankreich, windet sich die Saar in einer dramatischen 180-Grad-Kurve durch das bewaldete Tal. Der Aussichtspunkt namens "Cloef" liegt rund 180 Meter über dem Scheitel der Schleife und bietet eines der malerischsten Panoramen Deutschlands. Wegen der wechselnden Lichtstimmungen lohnen sich immer wieder neue Besuche – ob bei Gewitter, im herbstlich gefärbten Wald oder mit Nebelbänken über dem anmutigen Flusstal. Besonders eindrucksvoll jedoch ist die Kulisse früh am Morgen: Sterne stehen noch am Himmel, am Horizont beginnt die Sonne aufzugehen, und die Saar liegt unter einem dichten weißen Nebelschleier verborgen, während die Baumwipfel bereits herausragen. Wer das Panorama buchstäblich auf die nächste Ebene heben möchte, nutzt den benachbarten Baumwipfelpfad mit seinem 42 Meter hohen Aussichtsturm.

Foto-Tipps für die Saarschleife

  • Adresse: Waldparkplatz Baumwipfelpfad, Cloefstraße, 66693 Mettlach-Orscholz (Link auf Google Maps)
  • Für Fans von Landschaftsfotografie, Nebelmotiven und Sonnenaufgangs-Panoramen
  • Bester Fotospot: Aussichtspunkt Cloef mit freiem Blick auf die gesamte Flussschleife
  • Bester Zeitpunkt: Spätsommer, früh morgens vor dem Sonnenaufgang, wenn Nebel über der Saar liegt.
  • Technik-Tipp: Stativ und lichtstarkes Objektiv für die dunklen Morgenstunden einpacken

14. Rennsteig im Thüringer Wald – auf Goethes Spuren durch eine Landschaft wie gemalt

Schon Goethe und Schiller zog es in den Thüringer Wald – und wer die Landschaft einmal gesehen hat, versteht, warum. Der Rennsteig, ein uralter Höhenkamm-Weg, der sich über rund 170 Kilometer durch das Mittelgebirge zieht, bietet immer wieder neue Bildkompositionen. Das Spiel von Licht und Schatten zwischen den Baumkronen, Lichtungen mit weitem Blick ins Tal, moosbewachsene Felsen und ein ausgeprägter Wechsel der Jahreszeiten – all das verleiht diesem Landstrich eine fast märchenhafte Atmosphäre, die sich in der Fotografie besonders gut entfaltet. Im Winter, wenn Schnee und Raureif den Wald in eine stumme Winterwunderwelt verwandeln, ist die Stimmung besonders eindrucksvoll.

Foto-Tipps für den Rennsteig im Thüringer Wald

  • Adresse: Rennsteig, Einstieg z. B. am Rennsteigbahnhof Oberhof, 98559 Oberhof (Link auf Google Maps)
  • Für Fans von Wald- und Landschaftsfotografie, Nebel und Wintertunneln
  • Bester Fotospot: Lichtungen und Aussichtspunkte entlang des Kamms mit Blick in die Täler
  • Bester Zeitpunkt: Alle Jahreszeiten schön – besonders eindrucksvoll im Winter und im herbstlichen Farbenrausch.
  • Technik-Tipp: Auf das Wechselspiel von Licht und Schatten achten; Nebel im Tal macht die Bilder besonders stimmungsvoll

15. Bastei in der Sächsischen Schweiz – Felsnadeln, Nebel und pure Landschaftsmagie

Kaum ein anderes Motiv steht so symbolhaft für die Landschaftsfotografie in Deutschland wie die Bastei. Das mächtige Felsriff im Elbsandsteingebirge erhebt sich mit seinen steil aufragenden Sandsteinsäulen hoch über das Elbtal und sorgt zu jeder Tageszeit für atemberaubende Bilder. Bereits 1853 war der Fotograf Hermann Krone hier vor Ort und "malte mit Licht" – seither gilt die Bastei als eine der ikonischsten Foto-Locations überhaupt. Besonders eindrucksvoll präsentiert sich das Ensemble im Morgengrauen: Die ersten Sonnenstrahlen tauchen die Felsen in goldenes Licht, und in den tiefen Spalten zwischen den Felsnadeln hängt oft dichter Nebel, sodass die historische Basteibrücke wie schwebend in den Wolken erscheint. Für Bilder der Brücke selbst empfiehlt sich der Ferdinandstein als Standpunkt, während die Basteiaussicht auf einer Panoramaplattform weite Blicke über das Elbtal und das gesamte Elbsandsteingebirge freigibt.

Die bizarre Felswelt der Sächsischen Schweiz mit ihren Sandsteintürmen und Schluchten erinnert frappierend an die Landschaften des amerikanischen Westens – ein Vergleich, der zeigt, wie spektakuläre Weltklasse-Naturkulissen auch in Deutschland zu finden sind. Zugleich ist die Sächsische Schweiz als einziger Felsennationalpark Deutschlands ein offiziell geschütztes Areal, das zu den bedeutendsten Nationalparks des Landes gehört.

Foto-Tipps für die Bastei

  • Adresse: Parkplatz Oberrathen, Am Fährweg, 01824 Rathen, dann mit der Fähre über die Elbe (Link auf Google Maps)
  • Für Fans von Landschaftsfotografie, Felsformationen und Panoramablicken
  • Bester Fotospot: Ferdinandstein für die Basteibrücke; Basteiaussicht für den Blick über das Elbtal
  • Bester Zeitpunkt: Frühmorgens für Bastei und Brücke im goldenen Licht; Vormittag bis Nachmittag für das Elbtal.
  • Technik-Tipp: Ein Weitwinkel-Objektiv bringt die gesamte Pracht der Bastei ins Bild

16. Kunsthof-Passage in Dresden – ein Geheimtipp für Farb- und Streetfotografen

Ein urbaner Geheimtipp, der immer noch zu wenig bekannt ist: Die Kunsthof-Passage in der Görlitzer Straße in Dresden-Neustadt ist ein verwinkeltes Ensemble kleiner Innenhöfe, jeder mit einem eigenen Gestaltungsthema und einer eigenen Farbwelt. Besonders bekannt ist der "Hof der Elemente" mit seiner blauen, an Hundertwasser erinnernden Wasserfassade – Rohre, Rinnen und Regenabläufe verwandeln die Gebäudewand bei Regen in ein klingendes Instrument. Jeder Hof erzählt eine andere Geschichte, bietet einen anderen Farbraum und andere Kompositionsmöglichkeiten. Für Streetfotografen, Architekturfans und alle, die das Gewöhnliche hinter sich lassen möchten, ist die Kunsthof-Passage eine wahre Fundgrube.

Foto-Tipps für die Kunsthof-Passage Dresden

  • Adresse: Görlitzer Straße 21–25, 01099 Dresden-Neustadt (Link auf Google Maps)
  • Für Fans von Street-Fotografie, Farbwelten und architektonischen Besonderheiten
  • Bester Fotospot: "Hof der Elemente" mit der blauen Wasserfassade, besonders bei Regen
  • Bester Zeitpunkt: Unter der Woche bei wenig Besucherandrang; auch bei Regen sehr lohnenswert.
  • Technik-Tipp: Weitwinkel und Stativ für die engen Innenhöfe nutzen; alle Hoftore erkunden

17. Schwarzwald – dunkle Wälder, weite Panoramen und märchenhafte Stimmungen

Deutschlands höchstes und zugleich größtes zusammenhängendes Mittelgebirge hat seinen Namen nicht umsonst: Dichte Tannenwälder, die sich von den Kammlagen aus in alle Richtungen erstrecken, geben dem Schwarzwald im Südwesten Baden-Württembergs seine unverwechselbare, geheimnisvolle Silhouette. Von den Höhenlagen aus lassen sich die Wälder besonders wirkungsvoll in Szene setzen – weite Panoramen, Täler im Morgennebel, Wasserfälle wie der Triberg-Wasserfall, Bauernhöfe mit geschwungenen Walmdächern und idyllische Dörfer sind die klassischen Motive. Auch die Schwarzwälder Seenlandschaft rund um den Titisee und den Schluchsee eröffnet mit ihren Spiegelungen und ruhigen Ufern weitere fotografische Möglichkeiten.

Foto-Tipps für den Schwarzwald

  • Adresse: Einstiegspunkte u. a. in Freiburg im Breisgau, 79098 Freiburg, oder 78098 Triberg (Link auf Google Maps)
  • Für Fans von Waldlandschaft, Wasserfällen und stimmungsvoller Nebelfotografie
  • Bester Fotospot: Aussichtspunkte auf dem Feldberg oder am Titisee für Panoramablicke und Spiegelungen
  • Bester Zeitpunkt: Herbst für Farben und Nebel, Winter für Schnee und Stille im Wald.
  • Technik-Tipp: Perspektive von erhöhten Aussichtspunkten nutzen, um die Weite der Wälder einzufangen

18. Hafen Konstanz und Imperia-Statue – Bodensee-Flair mit satirischem Hingucker

Der Hafen von Konstanz, der größten Stadt am Bodensee, empfängt seine Besucher mit einem höchst ungewöhnlichen Wahrzeichen: der sich langsam drehenden Imperia-Statue des Bildhauers Peter Lenk. Die fast neun Meter hohe Figur – angelehnt an eine Erzählung Honoré de Balzacs – trägt in ihren Händen zwei gnomhaft dargestellte Männlein, eines mit Kaiserkrone, das andere mit der Tiara des Papstes. Diese satirische Skulptur vor der Kulisse des Bodensees und der historischen Altstadt im Hintergrund ist ein ebenso amüsantes wie bildstarkes Motiv. Der gesamte Konstanzer Hafen bietet darüber hinaus ein vielfältiges Spektrum an Motiven: Segelboote, Fährschiffe, Sonnenuntergänge über dem See und die Schweizer Alpen am Horizont.

Foto-Tipps für den Hafen Konstanz

  • Adresse: Hafeneinfahrt Konstanz, Hafenstraße, 78462 Konstanz (Link auf Google Maps)
  • Für Fans von Seeblick, Skulpturenfotografie und Abendstimmungen am Wasser
  • Bester Fotospot: Hafenmole mit Imperia-Statue im Vordergrund und Bodensee im Hintergrund
  • Bester Zeitpunkt: goldene Stunde am Abend für Silhouettenaufnahmen der Imperia vor dem Bodensee.
  • Technik-Tipp: Die Drehbewegung der Statue mit einer etwas längeren Belichtungszeit als Verwischeffekt einfangen

19. Lechfall bei Füssen – türkisblaues Wasser in wilder Allgäuer Klamm

Einer der spektakulärsten Fotospots im Allgäu ist der Lechfall unmittelbar bei Füssen. Zwölf Meter stürzt der Lech vom Stauwehr in eine enge Klamm hinab – ein eindringliches Zeugnis der Urgewalt, mit der sich der Fluss über Jahrtausende durch den Fels gefressen hat. Der Maxsteg, der direkt hinter dem Wehr über die Schlucht führt, bildet den idealen Standpunkt: Das türkisfarbene Wasser des Lech, dazu Wälder und Bergkulisse im Hintergrund, verschmelzen zu einem Kontrast, der sich kaum wirkungsvoller inszenieren lässt. Wer in die andere Richtung blickt, entdeckt die rauen Felswände der Klamm als ebenso ausdrucksstarkes Motiv. Im Frühjahr und Sommer, wenn die Schneeschmelze den Lech besonders wasserreich macht, schäumen die weißen Kaskaden mit besonderer Dynamik in die Tiefe – dann ist auch das Türkis des Wassers bei direkter Sonneneinstrahlung am intensivsten. Dertour empfiehlt, die besten Bilder vom späten Vormittag bis in den Nachmittag hinein aufzunehmen.

Foto-Tipps für den Lechfall bei Füssen

  • Adresse: Parkplatz Lechfall, Lechfallstraße, 87629 Füssen (Link auf Google Maps)
  • Für Fans von Wasserfällen, türkisfarbenem Wasser und alpiner Landschaft
  • Bester Fotospot: Maxsteg direkt hinter dem Wehr mit Blick auf die Klamm und das Wasser
  • Bester Zeitpunkt: Frühling und Sommer, später Vormittag bis Nachmittag; auch im Winter bei Schneebedeckung lohnenswert.
  • Technik-Tipp: Stativ und lange Belichtungszeit für den charakteristischen Fließ-Effekt des Wassers verwenden

20. Obersee bei Berchtesgaden – Deutschlands stiller Traumsee für perfekte Spiegelaufnahmen

Versteckt im Tal zwischen Watzmann und Hagengebirge liegt einer der stillen Schätze des deutschen Südens: der Obersee nahe Berchtesgaden. Als Teil des Nationalparks Berchtesgaden ist er für Fischerei und Schifffahrt gesperrt, was in Kombination mit seiner geschützten Lage für eine meist völlig ruhige Wasseroberfläche sorgt. Diese Spiegelglätte macht ihn zur idealen Location für Landschaftsaufnahmen von außerordentlicher Qualität. Erreicht wird er über eine Fährfahrt auf dem Königssee – mit einem lohnenden Zwischenstopp an der pittoresken Wallfahrtskirche St. Bartholomä – bis zur Anlegestelle Salet, von der aus ein Fußweg von knapp 30 Minuten zur Fischunkelalm am Südufer führt. Wer vom überwältigenden Anblick des Sees den Blick wendet und in Richtung Süden schaut, entdeckt am Talende den Röthbachfall – National Geographic zufolge mit rund 470 Metern Fallhöhe der höchste Wasserfall Deutschlands.

Der Obersee bei Berchtesgaden: Bei Windstille bieten sich traumhafte Spiegelaufnahmen; frühmorgens ist die Chance darauf am größten
magann/Adobe Stock

Auch der Königssee, direkt unterhalb des Obersees gelegen, gehört zu den meistfotografierten Naturmotiven in ganz Bayern – der fjordartige Gebirgssee gilt als einer der saubersten Seen Deutschlands und ist seit 1910 als schützenswerter Ort anerkannt.

Foto-Tipps für den Obersee bei Berchtesgaden

  • Adresse: Parkplatz Königssee, Seestraße 1, 83471 Schönau am Königssee (Link auf Google Maps)
  • Für Fans von Alpenseen, Spiegelungen und unberührter Berglandschaft
  • Bester Fotospot: Fischunkelalm am Südufer des Obersees mit Blick auf den Röthbachfall
  • Bester Zeitpunkt: später Vormittag bis früher Nachmittag, damit das gesamte Tal in der Sonne liegt.
  • Technik-Tipp: Bei Windstille bieten sich traumhafte Spiegelaufnahmen; frühmorgens ist die Chance darauf am größten

Wer auf Fototour durch Deutschland unterwegs ist, sollte außerdem wissen: In öffentlich zugänglichen Außenbereichen gilt hierzulande die sogenannte Panoramafreiheit – das Fotografieren im Freien auf öffentlichem Grund ist erlaubt. Trotzdem gibt es Ausnahmen und Grenzen zu beachten, denn an manchen Orten kann das unerlaubte Fotografieren empfindliche Strafen nach sich ziehen.

Deutschland steckt voller fotografischer Überraschungen – von stillen Naturjuwelen bis zu urbanen Bühnen für die Architekturfotografie. Diese 20 Fotospots sind ein ebenso vielfältiger wie unverzichtbarer Startpunkt für alle, die das Land hinter der Linse neu entdecken wollen.