Update vom 05.05.2026, 18.58 Uhr: Täter kommt in Psychiatrie - Gedenken in der Nikolaikirche
Nach der Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt hat das Amtsgericht angeordnet, den 33-jährigen Tatverdächtigen vorerst in einem psychiatrischen Krankenhaus unterzubringen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Dem Deutschen werden nach Angaben der Staatsanwaltschaft zweifacher Mord sowie versuchter Mord in vier Fällen vorgeworfen. Nach bisherigen Ermittlungen gebe es "dringende Gründe" dafür, dass der Beschuldigte die Tat "im Zustand der zumindest erheblich verminderten Schuldfähigkeit" begangen habe.
Dem Antrag der Staatsanwaltschaft folgend habe das Amtsgericht die einstweilige Unterbringung als notwendig für die öffentliche Sicherheit angesehen. Nach bisherigem Erkenntnisstand sei es wahrscheinlich, "dass der Beschuldigte aufgrund seines Zustandes weitere erhebliche rechtswidrige Taten vergleichbarer Schwere begehen wird". Der 33-Jährige muss deshalb vorerst in eine psychiatrische Einrichtung.
Die Ermittler haben unterdessen ihre Angaben zu den Opfern und Verletzten präzisiert. Laut einer gemeinsamen Medieninformation der Staatsanwaltschaft und Polizei vom Dienstagnachmittag kamen bei der Fahrt durch die Leipziger Fußgängerzone eine 63 Jahre alte Frau und ein 77-jähriger Mann ums Leben. Sechs Menschen im Alter von 21 bis 87 Jahren wurden verletzt, darunter ein 75 Jahre alter Mann und eine 84 Jahre alte Frau schwer. Zudem mussten nach dem Geschehen mehr als 80 Menschen betreut werden.
Was die Ermittler bislang wissen - und was weiter offen ist
Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen fuhr der Mann am Montag gegen 16.45 Uhr über den Augustusplatz in die Grimmaische Straße und weiter bis über den Markt hinaus. In der Fußgängerzone erfasste er mehrere Menschen mit seinem Wagen. Anschließend brachte der Fahrer das Auto selbst zum Stehen und ließ sich laut Polizei widerstandslos festnehmen.
Bekannt ist inzwischen auch, dass der 33-Jährige in der Region Leipzig wohnt und noch wenige Tage vor der Tat in stationärer Behandlung in einer psychiatrischen Einrichtung war. Nach Angaben des Sozialministeriums in Dresden hatte er sich dort freiwillig aufgehalten und war Ende April entlassen worden. Zudem war der Mann laut dpa bereits polizeilich aufgefallen - unter anderem wegen Bedrohung und ehrverletzender Delikte im sozialen Umfeld. Dabei ging es um Vorfälle ohne körperliche Gewalt, etwa Beleidigungen oder Herabwürdigungen.
Weiter unklar bleibt dagegen das Motiv. Hinweise auf einen politischen oder religiösen Hintergrund liegen nach Angaben der Ermittler bislang nicht vor. Innenminister Armin Schuster hatte bereits kurz nach der Tat von einem mutmaßlichen Einzeltäter gesprochen und erklärt: "Wenn wir von einer Amokfahrt sprechen, dann spricht das für eine Tat, die in wütendem, rasendem Zustand geschieht und oft auch mit einer psychischen Labilität."
Gedenkandacht: "Leipzig trauert, aber Leipzig steht zusammen"
Am Dienstagabend gedachten mehrere Hundert Menschen in einer ökumenischen Andacht in der Nikolaikirche der Opfer. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) sagte dort: "Leipzig trauert, aber Leipzig steht zusammen." Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer nahm an der Andacht teil.
Jung rang in der Kirche sichtbar um Worte. "Wir suchen Worte. Wir suchen Erklärungen. Ich glaube, die richtigen Worte gibt es nicht", sagte der Oberbürgermeister. Mit Blick auf die Diskussion über zusätzliche Schutzmaßnahmen in Innenstädten betonte er zugleich: "Wir können unsere Städte nicht zu Festungen umbauen."
Bei der Andacht schilderten auch Helfer und Beschäftigte aus Geschäften ihre Eindrücke von dem Geschehen. Eine Apothekerin sagte, der gestrige Nachmittag habe "einen dunklen Schatten über die Innenstadt" geworfen. Ein Krisenhelfer berichtete, seit Montagnachmittag seien rund 30 Ehrenamtliche im Einsatz, "um zuzuhören und da zu sein". Deren Aufgabe sei es: "Wir ordnen Emotionen ein - als normale Reaktionen auf ein unnormales Ereignis."
Kretschmer: "Es gibt keinen hundertprozentigen Schutz"
Ministerpräsident Michael Kretschmer warnte nach der Tat vor falschen Erwartungen an absolute Sicherheit. "Es gibt keinen hundertprozentigen Schutz", sagte der CDU-Politiker bei einem Besuch am Gedenkort am Paulinum der Universität Leipzig. Sein "ganzes Mitgefühl" gelte den Opfern, "diesen unschuldigen Menschen, die von einer Sekunde auf die andere aus ihrem Leben gerissen wurden".
Mit Blick auf die Sicherheitsdebatte mahnte Kretschmer zur Besonnenheit. Polizei und Kommunen täten bereits viel, sagte er. "Wir können uns vor vielen Dingen schützen", eine absolute Sicherheit werde es aber nicht geben. "Es hätte jede andere Stelle sein können. Das ist eben auch eine bittere Erkenntnis."
Während die kriminalpolizeilichen Maßnahmen am Tatort andauerten, stellten Polizei und Staatsanwaltschaft weitere Details zur Vorgeschichte des Täters vor. Demnach war der 33-Jährige in diesem Jahr bereits wegen Bedrohung und ehrverletzender Delikte im sozialen Umfeld aufgefallen, ohne dass daraus Ermittlungs- oder Strafverfahren hervorgegangen seien. Die abgesperrten Bereiche in der Innenstadt sollten voraussichtlich im Laufe des Tages wieder freigegeben werden.
Update vom 05.05.2026, 11.06 Uhr: Anzahl der Verletzten nach Amokfahrt in Leipzig weiter unklar - Opfer aus Franken
Nach der Amokfahrt mit zwei Toten und drei Schwerverletzten laufen die Ermittlungen zur Tat weiter. Inzwischen ist klar: Eines der Todesopfer kommt aus Franken, wie unser Schwesterportal, der Fränkische Tag, berichtet. Die genaue Zahl der Verletzten ist am Dienstag (5. Mai 2026) weiterhin unklar. "Das war gestern sehr schwierig. Viele Leute haben den Ort selbstständig verlassen und sich zum Arzt begeben", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Sicher ist bislang nur: Drei Menschen wurden schwer verletzt, hinzu kommen zahlreiche weitere Betroffene. Insgesamt sollen rund 80 Menschen von den Geschehnissen betroffen sein.
Ersten Erkenntnissen zufolge geht die Polizei nicht von einem politischen oder religiösen Motiv des Täters aus. Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) hatte bereits am Abend von einem mutmaßlichen Einzeltäter gesprochen. "Wenn wir von einer Amokfahrt sprechen, dann spricht das für eine Tat, die in wütendem, rasendem Zustand geschieht und oft auch mit einer psychischen Labilität. Ob das in diesem Fall zutrifft, werden Polizei und Staatsanwaltschaft klären", sagte der CDU-Politiker. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur war der Mann vor der Tat polizeibekannt.
Trauer um Opfer: Leipzig setzt Flaggen auf halbmast
Bei der Amokfahrt wurden eine 63-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann getötet. Beide waren deutsche Staatsbürger. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes in zwei Fällen sowie wegen versuchten Mordes in mindestens zwei Fällen.
Der 33-jährige Tatverdächtige war am späten Montagnachmittag mit einem weißen Wagen vom Augustusplatz kommend über die Grimmaische Straße bis zum Markt gefahren, das Auto erfasste dabei mehrere Menschen. Der 33-jährige deutsche Tatverdächtige wurde noch im Fahrzeug von der Polizei festgenommen. Widerstand leistete er nicht. Der Mann soll im Laufe des Dienstags einem Haftrichter vorgeführt werden.
In der Stadt hat inzwischen die Trauer begonnen. Am Tatort legen Menschen Blumen und Kerzen nieder, die Flaggen am Neuen Rathaus wurden auf halbmast gesetzt.
Gedenkandacht geplant
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zeigte sich tief betroffen. "Ich bin in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien", teilte er mit. Sachsens Opferbeauftragte Iris Kloppich bot den Betroffenen Unterstützung an. Sie sei Anlaufstelle für Opfer schwerer Gewalttaten und verstehe sich als Lotsin zu Hilfsangeboten.
Für den Nachmittag ist eine zentrale Gedenkandacht geplant. In der Nikolaikirche soll um 17 Uhr eine ökumenische Feier stattfinden, an der Kretschmer teilnehmen will. Auch die Thomaskirche ist für Trauernde geöffnet.
Die Polizei sichert unterdessen weiter Spuren. Die Grimmaische Straße und der Bereich rund um den Markt bleiben voraussichtlich den gesamten Dienstag über gesperrt. Wie lange die Ermittlungen andauern, war zunächst unklar.
Innerstädtisches Sicherheitskonzept wird geprüft
Der Wochenmarkt auf dem Marktplatz vor dem Alten Rathaus, an dem der Tatverdächtige am Montag mit seinem Fahrzeug vorbeigefahren war, könne wie geplant stattfinden, teilte die Stadt mit. Es sei den Marktverkäufern freigestellt, ob sie ihre Stände aufbauten oder nicht, sagte der Sprecher der Stadtverwaltung, Matthias Hasberg, der dpa. Die Zufahrt sei trotz der Sperrungen möglich.
Die Stadt Leipzig will zudem die Sicherheitsvorkehrungen in der Innenstadt überprüfen - laut WDR besonders für die Stelle, an der der Täterverdächtige mit dem Auto in die Fußgängerzone gefahren ist. Nach Angaben eines Sprechers konnte der Tatverdächtige offenbar über den Augustusplatz in die Fußgängerzone fahren, ohne auf Hindernisse wie Poller zu treffen. Nun solle das gesamte Sicherheitskonzept der Innenstadt auf den Prüfstand gestellt werden.
Update vom 05.05.2026, 6 Uhr: 33-Jähriger fährt zwei Menschen tot - Polizei zu möglichem Motiv
Nach der vermuteten Amokfahrt in Leipzig, die zwei Menschen das Leben kostete und drei weitere schwer verletzte, soll der Fahrer des Fahrzeugs heute einem Haftrichter vorgeführt werden. Der 33-jährige deutsche Staatsbürger wurde am Montagabend direkt nach der Tat festgenommen. Unklar bleibt, wie es um die Schwerverletzten steht.
Die Polizei geht nach bisherigen Erkenntnissen nicht von einem politischen oder religiösen Motiv des Täters aus. Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) äußerte ebenfalls am Montagabend, dass es sich bei dem festgenommenen Fahrer aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Einzeltäter, einen Amoktäter, handle. Nach Informationen der dpa war der Mann bereits vor der Tat polizeibekannt, jedoch nicht einschlägig. Zuvor hatte die Leipziger Volkszeitung darüber berichtet.
Bei dem Vorfall wurden eine 63-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann getötet, drei Personen erlitten schwere Verletzungen. Die beiden Todesopfer seien ebenfalls Deutsche, wie die Polizei mitteilte. Zudem gab es zahlreiche weitere Verletzte, wie Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) sagte. Nach Angaben der Polizei sind insgesamt etwa 80 Menschen betroffen. Wie viele davon körperlich verletzt wurden, war zunächst unklar. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen zweifachen Mordes und versuchten Mordes in mindestens zwei Fällen.
"Erschüttert mich zutiefst": Ministerpräsident äußert sich zu Amokfahrt
Der Mann war am frühen Abend mit einem weißen Auto vom Augustusplatz kommend über den Marktplatz gefahren und hatte dabei mehrere Menschen angefahren. Der Täter sei von der Polizei noch im Auto "dingfest gemacht" worden, hieß es seitens der Polizei. Der Mann habe sich widerstandslos festnehmen lassen, er sei in Deutschland geboren und in der Region Leipzig wohnhaft.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) teilte nach dem tödlichen Verbrechen mit: "Das erschüttert mich zutiefst. Ich bin in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien." Den Verletzten wünsche er Kraft und schnelle Genesung. In der Leipziger Nikolaikirche und Thomaskirche können Menschen heute der Opfer gedenken. Um 17.00 Uhr sei eine ökumenische Gedenkandacht in der Nikolaikirche geplant, teilte der Superintendent der evangelisch-lutherischen Kirche, Sebastian Feydt, mit. Zudem gebe es in beiden Kirchen Raum zum Trauern, für Gespräche, Seelsorge und um Kerzen anzuzünden. Sie seien den ganzen Tag geöffnet.
Die Grimmaische Straße führt vom zentralen Augustusplatz in die Leipziger Fußgängerzone bis zur Thomaskirche. In der Nähe befindet sich die Universität sowie die Nikolaikirche Leipzig, ein zentraler Ort der Friedlichen Revolution. Die Grimmaische Straße und der Marktplatz bleiben noch bis zum späten Dienstagnachmittag gesperrt, da die Polizei dort Spuren sichert und weiter ermittelt, wie ein Sprecher mitteilte.
Update vom 04.05.2026, 19.50 Uhr: "Ist ein Amoktäter" - 33-jähriger Deutscher in Menschengruppe gefahren
Bei dem mutmaßlichen Täter der tödlichen Fahrt in Leipzig handelt es sich um einen 33-jährigen Deutschen. "Es ist ein Amoktäter", sagte Sachsens Innenminister Armin Schuster in Leipzig.
Er befinde sich in Leipzig in Polizeigewahrsam, sagte Polizeipräsident René Demmler. Der mutmaßliche Amokfahrer sei vom Augustusplatz über die Grimmaische Straße über den Markt gefahren. Es habe zwei schwere Kollisionen gegeben. Nach den Angaben starben zwei Menschen, es gab eine Vielzahl von Verletzen.
Update vom 04.05.2026, 18.15 Uhr: Zwei Menschen tot - Fahrer festgenommen
Nachdem ein Auto in der Leipziger Innenstadt in mehrere Personen gefahren ist, wurde der Fahrer in Gewahrsam genommen. Das teilte die Polizei auf X mit, wie die Deutsche Presse-Agentur am Abend berichtet. Von dem Fahrer gehe momentan keine Gefahr mehr aus.
Laut einem Stadtsprecher sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Zudem wurden zwei Personen schwer verletzt. Nach Angaben der Stadt gibt es etwa 20 weitere Betroffene. Zum genauen Grad der Verletzungen war zunächst nichts bekannt. Wie die Polizei mitteilte, haben die Rettungskräfte einen sogenannten "Massenanfall von Verletzten" ausgerufen.
Ursprungsmeldung vom 04.05.2026, 17.39 Uhr: Auto fährt in Menschenmenge – das ist bekannt
In der Leipziger Innenstadt ist ein Fahrzeug in eine Gruppe von Personen gefahren. Laut den Angaben der Polizei gibt es mehrere Verletzte, jedoch keine Todesopfer. Ein Polizeisprecher erwähnte eine "dynamische Lage". Genauere Informationen zum Ablauf und den Hintergründen waren zunächst nicht verfügbar. Auf X war ein Video zu sehen, das zahlreiche Einsatzkräfte zeigt: Feuerwehr, Rettungswagen und Polizei.
Die Grimmaische Straße erstreckt sich vom zentralen Augustusplatz in die Leipziger Fußgängerzone. In der Umgebung befinden sich die Universität sowie die Nikolaikirche Leipzig, ein bedeutender Ort der Friedlichen Revolution.
Ein Redakteur hat diesen Artikel unter der teilweisen Verwendung eines KI-Sprachmodells verfasst und/oder optimiert. Sämtliche Informationen wurden sorgfältig geprüft.
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