Zum ersten Mal seit sechs Jahren hebt der ADAC die Jahresbeiträge an. Je nach gewählter Mitgliedschaft sollen die Beiträge für Einzelmitglieder ab dem 1. Januar 2027 um zwischen 10 Euro und 35 Euro jährlich steigen, entschieden die Delegierten auf der Hauptversammlung in Speyer, Rheinland-Pfalz.
Der Grund dafür sind gestiegene Kosten für Energie, Personal, Ersatzteile sowie Abschlepp- und Werkstattleistungen, erklärte der Automobilclub. Das Geschäftsjahr 2025 wurde daher mit einem Verlust von 17 Millionen Euro abgeschlossen. Seit der letzten Erhöhung 2020 sind die Lebenshaltungskosten um 24,4 Prozent gestiegen.
ADAC verspricht zusätzliche Leistungen
"Für eine einzelne Pannenhilfe muss der ADAC inzwischen im Durchschnitt sogar 27 Prozent mehr ausgeben", hieß es. Im letzten Jahr verzeichnete der ADAC nach eigenen Angaben 490.000 Neueintritte. Die nun insgesamt 22,7 Millionen Mitglieder sollen nach der Beitragserhöhung jedoch auch von erweiterten Leistungen profitieren, hieß es: So würden Leistungen angemessen erweitert und Leistungsgrenzen etwa beim Abschleppen angehoben.
Trotz herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen solle es keine Abstriche an Leistungsfähigkeit und Qualität geben, sagte der ADAC-Präsident Christian Reinicke laut Mitteilung.
Demnach wurde im vergangenen Jahr in Deutschland durchschnittlich alle 9 Sekunden die Hilfe des ADAC in Anspruch genommen, insgesamt über 3,7 Millionen Mal. Und auch für 2026 wird von einer hohen Nachfrage ausgegangen.