Die ersten Sonnenstrahlen laden zu Spaziergängen in Wald und Wiese ein. Doch mit steigenden Temperaturen werden auch die Zecken wieder aktiv, die Borreliose übertragen können. Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach hat kürzlich erst zur Impfung geraten.

"Bereits ab Außentemperaturen von sieben Grad sitzen Zecken im hohen Gras und in Büschen und warten auf frisches Blut", warnt auch Barmer-Landeschef Alfred Kindshofer in einer Pressemitteilung der Versicherung. Wer in der Natur unterwegs sei, sollte deshalb anschließend sich und gegebenenfalls Kinder gründlich auf Zecken absuchen. "Je früher eine Zecke entdeckt und entfernt wird, desto geringer ist das Risiko einer Borreliose-Infektion", so Kindshofer.

Borreliose-Fälle in Bayern: Schutzimpfung gegen FSME möglich

In diesem Jahr wurden dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bislang 135 Borreliose-Fälle gemeldet – im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 142 Borreliose-Fälle (Stand 11.03.2024). Im Jahr 2023 gab es insgesamt 3.282 Borreliose-Fälle, 2022 waren es 3.643. 

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Falls es zu einem Stich kommt, besteht dennoch kein Grund zur Panik. "Nicht jede Zecke trägt gefährliche Erreger in sich. Jedoch sollte der Parasit umgehend und ohne Drehbewegung mit einem Hilfsmittel, wie zum Beispiel einer feinen Pinzette oder Zeckenkarte, entfernt werden", rät Kindshofer. Auf keinen Fall dürfe die Zecke vor dem Entfernen mit Öl oder Klebstoff beträufelt werden. Dies reize das Tier unnötig und könne dazu führen, dass es seinen Speichel und somit mögliche Erreger abgebe. "Wichtig ist, die Einstichstelle in den nächsten Tagen und Wochen gut zu beobachten. Bildet sich eine ringförmige Hautrötung, sollten Betroffene dringend Hausärztin oder Hausarzt aufsuchen. Dies kann ein Anzeichen für eine Borreliose sein", so der Barmer-Landeschef. Auch bei Fieber, Kopf- oder Gliederschmerzen, empfehle er, ärztlichen Rat zu suchen. 

Borrelien tragende Zecken sind deutschlandweit flächendeckend verbreitet. Im Gegensatz dazu kommen Zecken, welche Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen, nur in bestimmten Regionen vor. In Bayern sind 94 der 96 Landkreise und Städte als Risikogebiete definiert. Eine Impfung schützt gegen eine mögliche Infektion mit FSME. 

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